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Sunrise ist eine attraktive Alternative

Die geplante Dividendenpolitik ist ein Kaufargument
Nun macht der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz dem Branchenprimus Swisscom auch an der Börse Konkurrenz. Das IPO von Sunrise am vergangenen Freitag war ein durchschlagender Erfolg – es war der grösste Börsengang in der Schweiz seit dem Jahr 2006. Die Aktien von Sunrise wurden zu einem Ausgabepreis von CHF 68 platziert. Das Angebot war mehrfach überzeichnet. Um gut 10% ging es für das Papier am ersten Handelstag in die Höhe – im Verlauf der Handelswoche gab das Papier jedoch wieder Teile des Kursgewinns ab. Die Erstemission umfasst 29.3 Millionen Aktien zu CHF 1.00 (Greenshoe: 4.1 Millionen Titel). Der Streubesitz beläuft sich auf rund 65% des ausgegebenen Aktienkapitals vor bzw. auf etwa 75% nach Ausübung des „Greenshoe“.
Blickt man auf die letzten drei Jahre zurück, so wird ersichtlich, dass der Kuchen am Schweizer Telekommarkt eigentlich verteilt ist. Zwischen 2011 bis Q3/2014 bewegt sich der Umsatz in etwa auf gleicher Höhe 2011: CHF 1.98 Milliarden; 2012: CHF 2.06 Milliarden; 2013: CHF 2.02 Milliarden; Q3/2014: CHF 1.52 Milliarden). Ähnlich entwickelte sich der operative Gewinn auf Stufe Ebitda. Dieser bewegt sich zwischen CHF 608 Millionen(2011) und CHF 629 Millionen (2012). Sollte dem Konzern ein gutes Weihnachtsgeschäft geglückt sein, könnte das Ebitda 2014 wieder in etwa auf Höhe des 2012er Ergebnisses liegen.
Insgesamt ist es dem Konzern in den zurückliegenden Jahren gelungen, neue Mobilfunkkunden zu gewinnen. Die Zuwächse (gemessen an der Subscription Base) waren zwar durchaus beachtlich (Q1/2011: 2‘020‘100 vs. Q3/2014: 2‘496‘300); allerdings sank in der gleichen Zeit der sog. ARPU, also der durchschnittliche Umsatz pro User von CHF 44.5 im Jahr 2011 auf CHF 37 im dritten Quartal 2014. Zugleich verliert Sunrise im Bereich Landline (Internet, Retail Voice) kontinuierlich Anteile: Q1/2011 konnte Sunrise noch 919‘000 Kunden in diesem Segment zählen, per Ende Q3/2014 waren es jedoch nur noch 823‘000. Ausgeglichen wurde die Abnahme jedoch durch eine Zunahme des ARPU von CHF 65 auf CHF 76.4 in der gleichen Zeitperiode.
Wir gehen davon aus, dass Sunrise auch in Zukunft keine grösseren Sprünge machen wird. Entsprechend scheinen die Prognosen über Umsatz- und Gewinnentwicklung vergleichsweise sicher.
Zugleich kündigte das Sunrise-Management eine attraktive Dividendenpolitik an. 2015 sollen CHF 135 Millionen an Dividenden fliessen. 2016 will Sunrise mindestens 65% des eigenkapitalfreien Cashflows ausschütten. Darüber hinaus soll überschüssige Liquidität an die Aktionäre fliessen, sofern die Nettoverschuldung auf 2.5X des Ebitda gesunken ist. Laut dem Sunrise-Management ist diese nach dem IPO von 4.7x auf 2.5x gesunken.

Konklusion:
Sunrise ist aus unserer Sicht eine attraktive Alternative zur Swisscom-Aktie. Vor allem die angestrebte Dividendenpolitik ist ein Kaufargument!

 

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