+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Starke Schweizer Aussenhandelszahlen

Starke Schweizer Aussenhandelszahlen
Der Schweizer Aussenhandel hat im Oktober überraschend stark zulegen können. Die Ausfuhren stiegen um 8.1% auf CHF 19.76 Milliarden (real +5.3%) und erreichten damit einen neuen Monatsrekord. Auf der Importseite ergab sich ein Plus von 3.1% auf CHF 16.51 Milliarden (real +0.2%), womit für den Berichtsmonat ein hoher Überschuss von CHF 3.26 Milliarden resultierte. Der Pluswert bei den Exporten war der höchste der letzten eineinhalb Jahre, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Auf die einzelnen Branchen heruntergebrochen verbuchte die Bijouterie und Juwelierie mit +36.2% den grössten Zuwachs. Die Lieferungen der Chemisch-Pharmazeutischen Industrie nahmen um 8.0% zu. Auf regionaler Ebene stach Nordamerika heraus. Ein sattes Plus von einem Viertel verbuchten die Lieferungen in die USA und nach Kanada. Nach Asien stiegen die Lieferungen um 9%, wobei die Ausfuhren nach Singapur stark rückläufig waren (-18%). Die Ausfuhren nach Europa legten um 5% (EU ebenfalls +5%) zu.

Noch keine nachhaltige Trendwende in der Uhrenindustrie
Eine aus unserer Sicht besonders positive Überraschung lieferte die Schweizer Uhrenindustrie an. Die Uhrenexporte wuchsen im Oktober überraschend stark um 5.2%. Die Zürcher Kantonalbank hatte beispielsweise mit einer 13% tieferen Rate gerechnet. So konnten trotz der Unruhen in Hongkong die Ausfuhren in die ehemals britische Kolonie um 5.3% gesteigert werden – wobei wir davon ausgehen, dass die dortigen Händler mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft die Lager gefüllt haben. Weiter stark wuchsen auch die Uhrenexporte nach Japan (+8.8%) sowie nach Südkorea (+16%). Die Ausfuhren in die USA, die gut 10% der Gesamtausfuhren ausmachen, stiegen im Oktober überproportional um 22.4%. Ob dies reicht, um die Aktien von Swatch und Richemont zu beleben ist allerdings fraglich. Denn wir erwarten, dass die Zahlen für November weniger gut ausfallen werden. Vor allem der mittlerweile hohe Lagerbestand in Hongkong dürfte die Ausfuhren belasten. Entsprechend sollten die guten Zahlen im Oktober noch nicht als Trendwende verstanden werden – vor allem auch, weil der chinesische Markt weiter deutlich schwächelt (Oktober: -8.8%). Die Aktien der beiden Schweizer Uhrenhersteller haben in diesem Jahr deutlich underperformt (Swatch: -20%; Richemont: -5%). Allerdings verzeichnen beide Titel seit dem Ende der Marktkorrektur im Oktober wieder einen leichten Aufwärtstrend. Aus unserer Sicht fehlen derzeit aber die Impulse, die den Aktien deutlich Rückenwind geben könnten – auch wenn das schwächere Geschäftsumfeld mittlerweile vollständig eingepreist ist. Anleger, die dennoch langfristig in den Sektor investieren wollen, sollten Swatch bevorzugen. Die Aktie ist deutlich günstiger bewertet als jene von Richemont.

Konklusion:
Die guten Zahlen der Schweizer Uhrenindustrie sind aus unserer Sicht noch keine nachhaltige Wende zum Besseren. Wir sehen sowohl bei Swatch als auch Richemont keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.

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