Instrumente, mit denen Sie von einer Korrektur profitieren!
Die Stimmen, die vor einer markanten Korrektur an den Aktienmärkten warnen (siehe Seite 8), werden angesichts der fulminanten Rallye immer lauter. Grundsätzlich können solche Crashs zwar nicht ausgeschlossen werden, nur halten wir gegenwärtig die Wahrscheinlichkeit für einen kurzfristigen Ausverkauf aufgrund der hohen Liquidität, der anziehenden Konjunktur in Europa und den bis dato durchaus überzeugenden Zahlenkränzen für das erste Quartal für eher gering. Anleger, die sich frühzeitig auf eine solche Korrekturbewegung vorbereiten wollen, stehen mehrere Produkte zur Verfügung, mit denen auch in einer Abwärtsbewegung an den Märkten profitiert werden kann.
– Short- oder Volatilitäts-ETF: Anleger, die kurzfristige Abwärtstrends ausnutzen wollen, können den Einsatz von Short-ETF in Betracht ziehen. Es handelt sich dabei um spekulative Instrumente, die für den Handel auf Tagesbasis konzipiert wurden. Fällt beispielsweise der SMI innerhalb eines Tages um 5%, steigt ein Short-ETF auf den Index um 5%. Umgekehrt jedoch führt ein steigender SMI zu Verlusten im Short-ETF. Short-ETF eigenen sich – aufgrund des Basiseffekts entspricht die Rendite eines Short-ETF langfristig nicht der entgegengesetzten Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index – nicht für den langfristigen Vermögensaufbau.
Bei ETF auf einen Volatilitätsindex profitieren Anleger von den steigenden Kursschwankungen am Markt – ein klassisches Zeichen steigender Nervosität. Indizes bilden diese mittels gehandelter Aktienoptionen nach.
-Put-Optionen: Mit diesen Optionen können sich Anleger gegen fallende Kurse absichern. Es handelt sich dabei um Verkaufsoptionen, die dem Inhaber das Recht geben, einen Basiswert zu einem vordefinierten Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis abzustossen. Kommt, wie erwartet die Korrektur, können damit Kursverluste ausgeglichen werden. Entwickeln sich die Märkte hingegen in die andere Richtung, ist das eingesetzte Kapital futsch. Nur sehr erfahrene Anleger sollten den Einsatz dieser Instrumente in Betracht ziehen – sie sind hochspekulativ.
-Stop-Loss-Limite: Der Einsatz von Stop-Loss-Limiten ist aus unserer Sicht für alle Investments ein zwingendes Instrument, um Verluste zu begrenzen bzw. um Gewinne zu sichern. Fällt der Kurs einer Aktie unter eine vordefinierte Schwelle, wird automatisch eine Verkaufsorder in den Markt gelegt. Zu beachten ist: Der Verkauf des Papiers erfolgt zum ersten gestellten Kurs, nachdem die Schwelle nach unten hin durchbrochen wurde. Befindet sich ein Wertpapier im freien Fall, wie es beispielsweise bei der Frankenfreigabe im Januar der Fall war, kann der Verkaufskurs deutlich unter dem definierten Limit liegen.
Konklusion:
Wir rechnen kurzfristig nicht mit einer grösseren Korrektur an den Märkten. Allerdings waren die Sommermonate in den letzten Jahren anfällig für heftige Korrekturbewegungen.
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