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Jahr 2023
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Jahr 2022

Schweiz entwickelt sich stabil

S&P senkt Wachstumsausblick
Die Ratingagentur Standard & Poor‘s hat ihre Bonitätsnote für die Schweiz mit „AAA/A-1+“ mit einem stabilen Ausblick bestätigt. Insgesamt verfüge das Land über eine prosperierende, wettbewerbsfähige und diversifizierte Wirtschaft. Darüber hinaus zeichne die politische Stabilität die Schweiz aus. Der Ausblick ‚stabil‘ reflektiere die Erwartung, dass die wohlhabende und diversifizierte Schweizer Wirtschaft sich widerstandsfähig zeige und sich der neuen Situation mit einer stark gestiegenen Währung anpassen werde.

Frankenfreigabe ist kein Beinbruch
Der im Januar freigegebene Frankenkurs habe die Kreditwürdigkeit des Staates nicht beeinträchtigt. Vielmehr könne die Schweiz von dem wieder flexiblen Wechselkurs profitieren. Es bringe eine grössere Flexibilität beim Absorbieren externer Schocks und vermindere spekulative Anlagen. Auch der Bankensektor ist stabil. Das Risikobarometer der Ratingagentur attestiert dem Sektor die risikoarme Stufe zwei auf der bis zehn reichenden Skala.
Allerdings muss sich die Schweiz – wie wir bereits mehrfach in Aussicht gestellt haben – auf ein schwächeres Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr einstellen. S&P senkte die Wachstumsprognose für 2015 von ursprünglich 1.7% auf 0.7%. 2016 dürften die negativen Effekte der Frankenfreigabe verschwinden. Wir sind diesbezüglich leicht optimistischer. Wir gehen für das Gesamtjahr von einem Wachstum zwischen 0.8% bis 1.0% aus. Auch die negativen Effekte der Frankenfreigabe dürften bereits ab Mitte des Jahres deutlich geringer werden. Die Zahlen für das erste Quartal sowie die mehrheitlich positiven Jahresprognosen deuten darauf hin, dass sich die Schweizer Unternehmen schneller als ursprünglich gedacht auf die neue Situation an den Währungsmärkten eingestellt haben. Zugleich bewährte sich einmal mehr die hohe Flexibilität des Schweizer Arbeitsmarktes. Erhöhte Wochenarbeitszeiten und verschobene Lohnerhöhungen wurden angesichts der wirtschaftlichen Notwendigkeit grösstenteils akzeptiert.
Insgesamt sehen wir die Schweizer Wirtschaft auf einem guten Weg, um bald wieder zu alter Stärke zu finden. Trotz anfänglicher Bedenken haben die Schweizer Unternehmen in den Jahren der Eurobindung nicht ihre Fähigkeit verloren, um auf externe Schockwellen zu reagieren. Wir rechnen damit, dass sich das Umsatz- und Gewinnwachstum der Schweizer Unternehmen in den kommenden Quartalen deutlich beschleunigt.

Konklusion:
Wir haben in Ausgabe 19/2015 unser Rating für Schweizer Aktien auf „übergewichten“ angehoben. Wir sind überzeugt, dass der SMI in Richtung der 10‘000-Punkte-Marke tendieren wird.

 

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