Roche zählt zu den Pionieren auf dem Gebiet
2013 kürte das amerikanische Wissenschaftsmagazin „Science“ die Immuntherapie gegen Krebs zum wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres. Ein Ansatz, dem mittlerweile die vielversprechendsten Erfolgschancen im Kampf gegen die Massenkrankheit Krebs zugestanden wird. Entsprechend rosig sind die Wachstumsaussichten der Krebsmedizin. Nach Angaben der Beratungsgesellschaft Ernst & Young soll der immunonkologische Markt in den nächsten Jahren auf USD 35 Milliarden anschwellen. Kein Wunder also, dass sich die Pharmakonzerne einen harten Wettbewerb um die Spitzenplätze in diesem Marktsegment liefern.
Die Immuntherapie zielt vereinfacht gesagt darauf ab, das körpereigene Immunsystem zu stärken und so zu aktivieren, dass es Krebszellen erkennen und zerstören kann. Gemäss Studiendaten sprechen derzeit gut 20% der Lungenkrebs-Patienten auf die Immuntherapie an, bei schwarzem Hautkrebs sind es zwischen 20% bis 25%. Die Krebsbehandlung, so ist immer wieder von Ärzten zu hören, stehe vor einem tiefgreifenden Umbruch. Die bisher bei einer Krebsbehandlung dominierende Chemotherapie könnte auf langfristige Sicht abgelöst werden.
Mittlerweile baut fast jedes grosse Pharmaunternehmen ein Immunportfolio auf. Die Forschung wurde in den zurückliegenden Jahren intensiviert und es wurden innovative Produkte auf den Markt gebracht. Wobei die Gesamtzahl von Medikamenten auf diesem Gebiet noch vergleichsweise überschaubar ist.
Wer sind die dominierenden Player?
Vor allem der Schweizer Pharmamulti Novartis hat in den zurückliegenden Monaten viel Boden auf die Konkurrenz gutgemacht – nachdem die Basler den Startschuss verschlafen hatten. Gezielte Übernahmen und strategische Kooperationen haben den Konzern – gemeinsam mit Roche – mittlerweile in die Verfolgerrolle hinter den beiden amerikanischen Konzernen Bristol-Myers Squibb und Merck & Co gehievt. Roche gilt als Pionier auf dem Gebiet der Immuntherapie und verfügt über ein vielversprechendes Produkteportfolio. Bis zum Jahresende sollen elf Entwicklungsprojekte die dritte und letzte Phase der klinischen Entwicklung erreichen. Doch auch die Nachzügler hinter den beiden Schweizer Pharmamultis holen auf. Die britisch-schwedische AstraZeneca sowie die deutsche Merck KGaA haben in den vergangenen Monaten den Abstand zur Schweizer Konkurrenz verkleinert. Wir gehen davon aus, dass der Konkurrenzdruck in den kommenden Monaten zunehmen wird. Vor allem kleinere Biotech-Unternehmen, die stark auf die Forschung in diesem Bereich setzen, dürften attraktive Übernahmeziele bleiben.
Konklusion:
Der Markt für immuntherapeutische Krebsmedikamente steht vor wachstumsstarken Jahren. Wir favorisieren Roche, Novartis und die amerikanische Merck & Co!
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