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Novartis macht Lust auf mehr

Analysten sehen ein neues Mega-Blockbuster-Medikament
Während viele Grosskonzerne aus der Pharmabranche mit ablaufenden Patenten und einer schwachen Produktpipeline kämpfen, zeichnet sich bei Novartis „the next big thing“ ab. Die mit Spannung erwarteten Details zur Prüfung des Mittels LCZ696 wurden am Samstag auf einem Kardiologen-Kongress in Barcelona und parallel dazu in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ (NEJM) veröffentlicht. Demnach starben bei der Behandlung mit dem neuen Medikament ein Fünftel weniger Patienten mit chronischer Herzschwäche an Kreislaufproblemen als bei der Einnahme einer älteren Arznei. „Es wird möglicherweise die aufregendste Markteinführung, die das Unternehmen je hatte“, sagte Pharma-Chef David Epstein.

LCZ696 – ein Megablockbuster-Medikament?
Novartis will die Marktzulassung für die USA bis Ende 2014 bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA beantragen. Anfang 2015 soll der Antrag für den europäischen Markt folgen. Dem Medikament gegen chronische Herzschwäche, am der laut Novartis in Europa und den USA mehr als 20 Millionen Menschen leiden, wird von Analystenseite ein Mega-Blockbusterpotenzial zugeschrieben. Die Investmentbank Leerink rechnet mit einem jährlichen Umsatzpotenzial von USD 6 bis 8 Milliarden. Möglich seien so gar noch höhere Erlöse, wenn das Medikament gegen chronische Herzschwäche entsprechende Absatzerfolge in Schwellenländern erzielt und auch bei weiteren Heilverfahren zum Einsatz kommt. Die UBS erwartet bis zum Jahr 2020 ein Umsatzpotenzial von LCZ696 von USD 7.6 Milliarden, wobei diese Prognose konservativ sei. Die Deutsche Bank hält sogar einen jährlichen Umsatz von USD 10 Milliarden für möglich. Die Zürcher Kantonalbank erwartet, dass sich das neue Medikament schnell am Markt durchsetzt. „Weil ein grosser Kostenblock durch weniger Hospitalisierungen für das Gesundheitssystem eingespart werden kann, dürfte die Preisgestaltung für LCZ696 in Tablettenform bei zweimaliger Gabe täglich relativ günstig für Novartis ausfallen“, heisst es in einem Research-Bericht. Investierte Anleger halten ihre Novartis-Position, selbst Neueinstiege scheinen uns auf dem gegenwärtigen Kursniveau knapp über CHF 85 attraktiv. Unserer Meinung nach spiegelt das aktuelle Niveau die Wachstumsaussichten der Produkte in einer späten Entwicklungsphase sowie kürzlich lancierten Medikamenten noch nicht ausreichen wieder. Mit einem KGV 2015 von unter 16 ist die Aktie im Vergleich zu anderen Pharmakonzernen attraktiv gepreist. Das Novartis-Papier hat seit Jahresanfang gut 20% zulegen können und dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht haben.

Konklusion:
Unser Depotwert Novartis hat die Märkte mit sehr positiven Nachrichten überrascht. Aktienkurse unter CHF 87 sehen wir als attraktive Einstiegschancen.

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