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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Konsum dürfte sich verlangsamen

Jobabbau in der Schweiz belastet die BIP-Entwicklung
Die Schweizer Wirtschaft ist 2015 im Rahmen unserer Erwartungen zu konstanten Preisen um 0.9% gewachsen (Vorjahr: 1.9%). So lautet die erste BIP-Schätzung des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. Zu laufenden Preisen hätte das BIP auf Jahressicht hingegen um 0.4% abgenommen (BIP-Deflator: -1.3%; vor allem aufgrund der Frankenstärke sowie des Preisverfalls an den Ölmärkten). Damit bestätigt sich, womit wir bereits im Herbst vergangenen Jahres gerechnet hatten: Die Schweizer Wirtschaft hat den Frankenschock wesentlich besser verdaut als angenommen; zudem haben die Schweizer Firmen grösstenteils bewiesen, dass sie trotz der langjährigen Bindung des Franken an den Euro nur wenig von ihrer Flexibilität eingebüsst haben.
Aus Sicht der Börsianer ist jedoch der Blick in die Zukunft das ausschlaggebende Kriterium. Auch wenn sich die Konjunkturaussichten in zahlreichen europäischen Ländern und den USA zuletzt eingetrübt haben, ist die Zuversicht unter Schweizer Managern deutlich gestiegen. Der von der Credit Suisse berechnete Schweizer Einkaufsmanager-Index (PMI, saisonbereinigt) für Februar 2016 notierte erstmals seit Aufhebung des Euro-Mindestkurses wieder deutlich oberhalb der magischen Grenze von 50 Punkten, was auf eine wirtschaftliche Expansion hindeutet. Der PMI kletterte überraschend stark um 1.6 Punkte auf 51.6 Zähler. Zwar hatte der PMI zuvor schon die Wachstumsschwelle erreicht bzw. leicht überschritten – einen solchen deutlichen Schritt hatte es seit Januar 2015 jedoch nicht gegeben. Positiv stimmt zudem, dass die Produktion deutlich gestiegen ist und sich der Auftragseingang spürbar beschleunigt hat. Auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so sind die deutlich positiveren Aussichten zumindest aufmunternd. Allerdings rechnen wir nicht damit, dass sich das Schweizer BIP-Wachstum schnell erholt und wieder in Richtung des Potenzialwachstums von 2% tendiert. Da Schweizer Unternehmen vor allem mit Stellenabbau und Produktionsverlagerungen ins Ausland auf die Aufhebung des Mindestkurses reagiert haben, dürfte sich dies mittelfristig negativ auf die Arbeitslosenentwicklung und somit auf den Konsum niederschlagen. Entsprechend dürfte der private Konsum, der im Jahr 2015 mit einem Plus von 1.1% brillierte und gut die Hälfte des Schweizer BIP ausmacht, sich im laufenden Jahr etwas schwächer entwickeln. Auch von den Bauinvestitionen dürften keine positiven Impulse ausgehen. Nach einem Minus von 1.2% im Jahr 2015 gehen wir für das laufende Jahr von einer Kontraktion von 0.5% aus. Angesichts des eher trüben Gesamtumfeldes halten wir es für wenig wahrscheinlich, dass die Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich schneller wächst als 1.0%.

 

Konklusion:
Wir blicken nur verhalten optimistisch in die nähere Zukunft des Werkplatzes Schweiz. Wir rechnen vor allem beim Konsum mit einer zunehmenden Zurückhaltung.

 

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