+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Konjunkturaussichten trüben sich ein

Immobilienaktien – ein Fels in der Brandung
Die KOF-Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich hat jüngst seine Wachstumsprognosen für die Schweiz angepasst. Neu wurde ein EUR/CHF-Wechselkurs von 1.000 zugrunde gelegt. Zusätzlich wurde berücksichtigt, dass der Ölpreis stärker gefallen ist, als in der KOF-Dezemberprognose unterstellt (auf USD 50 Dollar pro Barrel anstatt auf USD 70). Die KOF erwartet eine kurze Rezession im Sommerhalbjahr und für das Gesamtjahr 2015 einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0.5%. Für 2016 rechnet die Konjunkturforschungsstelle lediglich mit einer Stagnation. Zugleich soll die Quote der registrierten Arbeitslosen von 3.2% im Jahr 2014 auf 3.4% im laufenden und 4.1% im kommenden Jahr steigen. Die Arbeitslosenquote gemäss internationaler Definition (die auch Ausgesteuerte berücksichtigt) liegt mit 4.4% (2015) und 4.9% (2016) höher. Hierdurch dürfte der Lohnauftrieb insgesamt gestoppt werden. Als Folge dürften Privathaushalte trotz weiter sinkender Preise mit Kaufzurückhaltung auf die Verschlechterung der Beschäftigungssituation der Schweiz reagieren.

Anleger reagierten mit Umschichtungen
Erwartungsgemäss reagierten Anleger schnell auf das neue ökonomische Umfeld. Immobilienaktien standen in den vergangenen Wochen hoch im Kurs. Während sowohl der SMI als auch der SPI noch tief im roten Bereich notieren, haussieren die Aktien von PAX Anlagen (ytd: +15.2%), PSP Swiss Property (+11.4%), Swiss Prime Site (+10.6%), Mobimo (+7.8%) und Allreal (+7.0%). Bei kleineren Gesellschaften wie BfW Liegenschaften oder Intershop halten sich die Investoren gegenwärtig noch zurück. Immobilienaktien haben sich vor allem in unruhigen Zeiten – wie sie sich jetzt für die Schweiz abzeichnen – regelmässig als Fels in der Brandung erwiesen. Das wichtigste Kaufargument: Häuser und Wohnungen können eigentlich nur teurer werden. Das extrem niedrige Zinsumfeld dürfte auch in der Schweiz noch lange erhalten bleiben. Zudem mangelt es – mit Ausnahme von Aktien – an Anlagealternativen. Entsprechend fliesst reichlich Geld in den Immobilienmarkt.
Völlig risikolos sind solche Investments jedoch nicht. Vor allem im Büroimmobilienbereich bahnt sich seit längerem eine Trendwende an, der durch das sich verschlechternde wirtschaftliche Umfeld noch beschleunigt werden könnte. Bereits Anfang Dezember hatte PSP-CEO Luciano Gabriel gewarnt, dass die Gesamtnachfrage nach Büroraum in den nächsten drei bis fünf Jahren kaum wachsen werde.

Konklusion:
Immobilienaktien sind derzeit sehr gefragt. Die Handelsvolumen liegen weit über dem Durchschnitt der letzten Monate. Wir bevorzugen Swiss Prime Site und Mobimo.

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