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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Konjunkturaussichten hellen sich auf

Frankeneffekt lässt zunehmend nach
Die Schweizerische Nationalbank blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Sie rechnet mit „einer allmählichen Belebung der Wirtschaftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte. Die Binnennachfrage dürfte die Wirtschaftsentwicklung auch künftig stützen. Bei einer weiteren Verbesserung des internationalen Umfelds und einer abnehmenden Überbewertung des Schweizer Frankens sollte auch die Exporttätigkeit wieder stärker zum Wirtschaftswachstum beitragen. Für das laufende Jahr rechnet die Nationalbank nach wie vor mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts von knapp 1%“, heisst es in der jüngsten geldpolitischen Anlagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank. Zu einem ähnlichen Urteil kommt auch das Staatssekretariat für Wirtschaft. Das Seco hob die Wachstumsprognose zuletzt leicht an – von 0.8% auf neu 0.9%. Allerdings senkte das Staatssekretariat zugleich den Wachstumsausblick für das kommende Jahr von 1.6% auf neu 1.5%. Vor allem die eher maue Weltkonjunktur, die durch die Talfahrt in zahlreichen Schwellenländern geprägt ist (China, Brasilien, Russland usw.), dämpft derzeit den Optimismus unter Ökonomen.
Grundsätzlich stimmen wir mit der Sichtweise der SNB überein – jedoch sehen wir nicht China als Hauptursache der jüngsten Turbulenzen an den Märkten, sondern die lockere Geldpolitik der Notenbanken. Sie überschwemmen die Kapitalmärkte in den letzten Jahren mit Geld, was zu einer Abkopplung von der Realwirtschaft führte. Dieses Missverhältnis wird vor dem Hintergrund einer geldpolitischen Normalisierung nun korrigiert.
Punkto Franken rechnen wir mit einer weiteren Abschwächung. Bereits jetzt bewegt sich das CHF/EUR-Währungspaar mit 1.09 nahe unserem Zielband von 1.10 bis 1.15, das wir im Frühjahr für das Jahresende in Aussicht gestellt hatten. Die Koalitionsverhandlungen in Griechenland haben den erhofften Ausgang genommen, was Stabilität ins krisengeplagte Land bringt – dadurch verliert die Schweiz als sicherer Hafen in Europa weiter an Attraktivität, was zu einer weiteren Abwertung des Frankens führen sollte. Entsprechend erwarten wir neu, dass EUR/CHF bis Jahresende am oberen Ende unseres Zielkorridors notiert, wodurch die negativen Wechselkurseffekte in den Firmenbilanzen weiter abnehmen. Dies führt dazu, dass wir unsere Gewinnprognosen auf ein Plus von 5% bis 7% anheben. Nach der Frankenfreigabe hatten wir mit einem Nullwachstum im laufenden Jahr gerechnet. An der Schweizer Börse wird dieser Faktor derzeit von den Konjunktursorgen in China und der leidigen Diskussion über eine Zinserhöhung des Fed übertüncht. Wir gehen jedoch davon aus, dass die kommende Q3-Berichtssaison positiv überraschen wird, was wieder zu einer dynamischeren Aufwärtsbewegung am Schweizer Aktienmarkt führen sollte.

 

Konklusion:
Trotz der zuletzt sinkenden globalen Konjunkturaussichten bleiben wir positiv gestimmt. Vor allem eine weitere CHF-Abwertung sollte diesen Effekt kompensieren.

 

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