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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Indikatoren in der Charttechnik

In der Charttechnik spielen verschiedene sog. Oszillatoren eine wichtige Rolle, um die aktuelle Marktlage zu interpretieren und Aussagen über den möglichen weiteren Verlauf treffen zu können. Wir setzten dabei unter anderen auf den Stochastik- und den MACD-Indikator. Wir werden in den kommenden Ausgaben die Funktionsweise und Interpretationsmöglichkeiten der beiden charttechnischen Indikatoren erläutern und darüber hinaus die Bedeutungen der Tageslinien erklären.

Der Stochastik-Indikator
In Bezug auf die Aktienmarktentwicklung versucht der Stochastik-Indikator die empirische Beobachtung zu nutzen, dass in Aufwärtsbewegungen die Schlusskurs nahe bei den Tageshöchstkursen liegen, während in Abwärtsbewegungen die Schlusskurse nahe an den Tages-
tiefstkursen liegen. Eine Trendumkehr wird entsprechend angedeutet, wenn sich die Schlusskurse immer mehr in die entgegengesetzte Richtung entwickeln. Grundsätzlich besteht der Stochastik-Indikator aus zwei Linien: der %K und der %D, wobei %D ein gleitender Durchschnitt der %K-Linie ist. Beide Linien schwanken zwischen einem Wert von Null bis 100, wobei die Bereiche unter 20 und über 80 (oder 30/70) als Extremzonen betrachtet werden. Diese Art des Stochastik-Indikators wird als Fast-Stochastik-Indikator bezeichnet. Zudem wird der sog. Slow-Stochastik-Indikator berechnet, bei dem %D als Basis für einen gleitenden Durchschnitt dient. Einschränkend muss erwähnt werden, dass der Stochastik-Indiaktor vor allem in Seitwärtsbewegungen verwendet wird. In Trendmärkten generiert der Indikator oftmals Fehlsignale. Aussagen wie: „Der Markt steht vor einem Top, da der Stochastik-Indikator im überverkauften Bereich (Anmerkung der Redaktion: Werte über 80) angekommen ist“, können sich in Trendmärkten rächen. Denn der Indiaktor kann über einen sehr langen Zeitraum in einer Extremzone verharren, ohne dass es zu einer Trendumkehr kommt.

Die Signale des Indikators
– Ein Kaufsignal wird erzeugt, wenn der Stochastik-Indikator (%K, besser noch %D) aus dem unteren Grenzbereich heraus über 20 steigt.
– Ein Verkaufsignal wird erzeugt, wenn der Stochastik-Indikator (%K, besser noch %D) aus dem oberen Grenzbereich heraus unter 80 fällt.
– Überkreuzungen zwischen %K und %D können ebenfalls verwendet werden: Kaufen, wenn der Indikator %K über den gleitenden Durchschnitt %D steigt, verkaufen wenn %K unter %D fällt.
– Divergenzen zwischen Indikator und untersuchtem Wert deuten auf einen Trendwechsel hin.

 

Konklusion:
Die Interpretation des Stochastik-Indikators braucht Erfahrung. Der Indikator ist vor allem in Seitwärtsmärkten nützlich und liefert sowohl Kauf- als auch Verkaufssignale!

 

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