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Jahr 2025
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Hektisches Umschichten kostet Rendite

Anleger sollten einen kühlen Kopf bewahren
Die Nerven an den europäischen Börsen liegen blank. Fast jede Nachricht verführt Anleger zu hektischem Treiben – auf Abstürze folgen massive Kaufbewegungen. Was für kurzfristig orientierte spekulative Anleger das Paradies ist – sie sind auf hohe Volatilitäten im Handelsgeschäft angewiesen -, ist für mittel- bis langfristig orientierte Investoren eine Nervenprobe.
“Hin und her macht Tasche leer“: Grundsätzlich sollten Anleger – trotz der Nervosität am Markt – nicht in unnötigen Aktionismus verfallen. Auch wenn die Lage auf dem Handelsparkett mal etwas ungemütlicher ist, gilt nach wie vor eine goldene Börsenweisheit: „Hin und Her macht Tasche leer“. Der übertriebene Kauf/Verkauf von Wertpapieren ist mit teilweise hohen Gebühren verbunden, die neben einer schlechten Aktienperformance zusätzlich an der Rendite des Portfolios nagen können. Mittel- bis langfristig orientierte Anleger, deren Anlagehorizont mindestens 6 Monate beträgt, können Schwächephasen wie die Jetzige aussitzen. Vor allem, da die Rahmenbedingungen für Aktieninvestment weiter gut sind. Die Geldpolitik der Notenbanken ist expansiv, die US-Wirtschaft wächst robust und in zahlreichen Schwellenländern hellt sich der Konjunkturhimmel auf. Die eher enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone sind zwar nicht erfreulich, noch stehen die Ampeln aber auf grün. Vor allem, dass die europäischen Unternehmen ihre Ausblicke für das laufende Jahr nur vereinzelt nach unten anpassen mussten, macht Mut auf eine Wachstumsbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte.
Stopp-Loss-Limite: Darüber hinaus sollten sich Anleger an ihre Stopp-Loss-Limite halten. Auch wenn man noch so überzeugt von einem Unternehmen ist: Fällt der Aktienkurs unter das Limit wird verkauft – ohne Wenn und Aber. Zugleich gilt es in Phasen steigender Kurse diese Limite nachzuziehen, um Gewinne abzusichern. Ratsam ist es, sich bereits Gedanken über einen möglichen Wiedereinstiegspunkt zu machen, wenn sich der Aktienkurs dem Stopp-Loss nähert.
Sicherungsinstrumente: Der Einsatz von Sicherungsinstrumenten ist nur bedingt ratsam. Vor allem unerfahrene Anleger können mit diesen Instrumenten viel Geld verlieren. Wer dennoch ein solches Produkt kauft, sollte die Funktionsweise verstehen, um abschätzen zu können, wie hoch die Gewinn- und Verlustrisiken sind. Auch hier gilt es, im Vorfeld des Investments detaillierte Ein- und Ausstiegsszenarien festzulegen, an den nicht mehr gerüttelt werden sollte.
Auch wenn die gegenwärtigen Verwerfungen nach den letzten so erfolgreichen Börsenjahren ungewohnt erscheinen, so sind sie doch eigentlich Normalität. Die Börse ist keine Einbahnstrasse – ein Fakt, die viele Anleger in den vergangenen Jahren vergessen haben, als die Kurse kontinuierlich nordwärts tendierten. Entsprechend empfehlen wir, Ruhe zu bewahren und nicht in hektisches Treiben zu verfallen.

Konklusion:
Insgesamt bleiben wir für Aktienengagements zuversichtlich. Sobald der Konflikt in der Ukraine an Brisanz verliert, dürften auch die Märkte wieder vermehrt auf die guten Fundamentals schauen.

 

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