+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Hebel-Produkte: Mit richtigen Timing & Erfahrung zum Erfolg

In Ausgabe 19 vom 23. Mai haben wir Ihnen einen ersten Überblick über die vier Hauptkategorien gegeben, in welche der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte (SVSP) die einzelnen Instrumente dieser Anlageklasse einteilt. Die vier Hauptkategorien sind:
• Hebel-Produkte
• Partizipations-Produkte
• Renditeoptimierungs-Produkte
• Kapitalschutz-Produkte

Markterwartung
Die Hebel-Produkte wiederum werden selbst ebenfalls in vier Unterkategorien unterteilt:
• Warrants
• Spread Warrants
• Knock-out Warrants
• Mini-Futures

Die Unterschiede dieser Produkte im Detail zu erklären, würde den Rahmen dieser Rubrik sprengen. Im Folgenden konzentrieren wir uns deshalb auf grundlegende Ähnlichkeiten und Differenzen.

Warrants und Spread Warrants
Warrants ist der englische Ausdruck für eine Option. Es handelt sich also um ein Produkt, das ein einseitiges Recht verbrieft, einen Basiswert zu einem zuvor festgesetzten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Während der Gewinn bei Warrants rein theoretisch ins Unendliche steigen kann, ist er bei Spread Warrants auf den „Cap“ begrenzt. Der Verlust ist bei beiden Produkttypen auf den Kapitaleinsatz beschränkt. Die Kursentwicklung beider Typen von Hebel-Produkten wird durch die Entwicklung des Preises und der Volatilität des Basiswertes bestimmt. Dabei sollte die Volatilität sowohl bei Calls als auch bei Puts steigen.

Knock-out Warrants (KOs) und Mini-Futures
Einer der für Spekulanten wichtigsten Unterschiede zwischen Warrants und Spread Warrants einerseits sowie Knock-out Warrants und Mini-Futures andererseits ist die Bedeutung der Volatilität des Basiswertes für die Kursentwicklung des Produktes. Bei KOs und Mini-Futures spielt die für „normale“ Anleger überaus schwer zu prognostizierende Volatilität nämlich keine Rolle. Risikofreudige Spekulanten, welche die Entwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes richtig prognostizieren und beim Timing das nötige „glückliche Händchen“ haben, profitieren in der Regel von der Kursentwicklung, auch wenn die Volatilität sinkt.

Diese kurzen Ausführungen genügen unserer Ansicht nach auch deshalb, weil nur erfahrene Anleger in Hebel-Produkte investieren sollten. Das Verlustrisiko in dieser Kategorie ist sehr hoch.

siehe Tabelle im beiliegenden PDF