+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Gefallene Midcap-Engel

Aggressive Investoren bringen sich für den Wiedereinstieg in Stellung
Die scharfe Korrektur am Aktienmarkt hat vor allem bei den Schweizer Midcaps tiefe Wunden geschlagen. Fast drei Viertel aller Titel notieren mittlerweile in der unteren Hälfte der 52-Wochen-Range. Besonders ausgeprägt ist die gegenwärtige Kursschwäche bei Aryzta, OC Oerlikon, DKSH und Dufry, die allesamt nur minimal über ihren 52-Wochen-Tiefs notieren. Aber auch die Kursnotierungen von Swatch Group Reg., Georg Fischer, Baloise, PSP Swiss Property oder Sonova liegen nur marginal über dem Tiefpunkt der vergangenen 52-Wochen. Die Gründe für den Ausverkauf in den letzten Monaten sind vielschichtig und reichen von den Konjunktursorgen in China über die negativen Wechselkurseffekte durch den Schweizer Franken bis hin zu Verkäufen infolge der Dividendenausschüttung.
Nach der rasanten Abwärtsbewegung drängt sich bei vielen Investoren die Frage auf, ob nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um auf einen Trendwechsel zu setzen. Grundsätzlich bleiben wir bezüglich Schweizer Small- und Midcaps vorsichtig. Die Aktien sind meist weniger liquide, wodurch sich übergeordnete Marktbewegungen überdurchschnittlich in den Papieren aus diesen Segmenten widerspiegeln. Da wir davon ausgehen, dass die Marktteilnehmer vorerst im „Risk-Off“-Modus verharren und sich kurzfristig keine grundlegende Stimmungsaufhellung am Markt durchsetzt, bleiben die Aktien der gefallenen Engel wahrscheinlich höchst volatil. Entsprechend sollten konservative Inves-
toren tendenziell auf Schweizer Big Caps zurückgreifen, die die gegenwärtig turbulente Börsenphase besser überstehen sollten. Zugleich sprechen bei einigen der abgestraften Aktien auch fundamentale Überlegungen eine negative Rolle. Denn noch sind die Bewertungsparameter trotz der jüngsten Korrektur keineswegs auf ein attraktives Niveau gesunken – denn einhergehend mit dem Ausverkauf sind auch die Gewinnprognosen überdurchschnittlich zurückgekommen. So werden beispielsweise die Aktien des Logis-tikers Kühne&Nagel, Schindler oder von PSP Swiss Property mit einem KGV von je deutlich über 20 gehandelt. Obwohl die Aktien allesamt optisch günstig erscheinen, raten wir von Investments ab. Allerdings bietet der Schweizer Midcap-Markt für aggressive Investoren durchaus auch interessante Anlageopportunitäten – diese sollten sich – sofern sich die Stimmung am Gesamtmarkt aufhellt – stark entwickeln können. Das grösste Erholungspotenzial sehen wir bei Aryzta (siehe auch Seite 05), Dufry, Georg Fischer und OC Oerlikon. Alle vier Aktien dürften von einer Konjunkturaufhellung und einer damit verbundenen Stimmungsverbesserung überdurchschnittlich profitieren.

 

Konklusion:
Aggressive Investoren bringen sich am Schweizer Midcap-Markt in Stellung. Zahlreiche Titel bieten bei einer Stimmungsverbesserung ein überdurchschnittliches Aufwärtspotenzial!

 

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