Musterdepots liefern eine ordentliche Performance
2015 war für Schweizer Aktienanleger ein Jahr der Extreme. Nach einem guten Start – der SMI gewann binnen zweier Wochen fast 2.5% – schien sich zunächst ein weiteres gutes Aktienjahr anzubahnen. Der Schock folgte jedoch am 15. Januar als die Nationalbank in Erwartungen einer geldpolitischen Ausweitung der EZB den EUR/CHF-Mindestkurs aufhob. Binnen zweier Handelstage verlor der Leitindex infolge der massiven Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro fast 15 Prozentpunkte – „Lasst alle Hoffnung fahren“, war in Anlehnung an Dantes „Göttliche Komödie“ der Leitspruch in diesen Tagen. Doch die Wende folgte keine zwei Wochen später, als die EZB ihr billionenschweres Wertpapierkaufprogramm ankündigte. Angetrieben von der Aussicht auf billiges Geld in Massen stieg der Index bis Anfang April auf über +5%. Die erneute Eskalation der griechischen Schuldenkrise, die wachsenden Konjunkturunsicherheiten in China und die Unwägbarkeiten in der amerikanischen Geldpolitik drückten die Stimmung in den Folgemonaten immer wieder und liessen die Aktienkurse auf einem vergleichsweise tiefen Niveau verharren. Insgesamt schloss der SMI das Jahr 2015 mit einem Minus von 1.85%, was angesichts des angespannten Anlageumfelds als ordentliche Performance eingestuft werden sollte.
Outperformance unserer Musterdepots
Angesichts des schwierigen Umfelds sind wir mit der Performance unserer beiden Schweizer Musterdepot überaus zufrieden. Unter dem Strich resultiert bei unserem Standardwerte-Depot ein Plus auf Jahressicht 2015 von 10.72%. Das Small- & Mid-Cap-Portfolio kam Ende 2015 auf ein Plus von 14.43%. Zwar entwickelten sich beide Depots bis Mitte des Jahres eher verhalten und konnten vor allem mit dem starken Anstieg zwischen Ende Januar und Anfang April nur teilweise schritthalten. Mitte des Jahres passten wir unsere Strategie dem Umfeld erneut an und richteten uns etwas defensiver aus, was unter dem Strich zu einer deutlichen Performanceverbesserung in der zweiten Jahreshälfte führte. Zudem agierten wir im Vorfeld der Zinssitzung der US-Notenbank im September mit Short- und Longprodukten, womit wir rechnerisch die Performance um gut 2% beschleunigen konnten.
Insgesamt halten wir an unserer Strategie fest und favorisieren derzeit defensive Qualitätsaktien. Entsprechend haben wir über die Weihnachts- und Silvesterferientage keine Umschichtungen in unseren Depots vorgenommen.
Konklusion:
Wir halten an unserer defensiven Anlagestrategie vorerst fest. Insgesamt erwarten wir ein gutes Aktienjahr. Die Risiken sind jedoch noch immer gross.
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