Es drohen noch empfindliche Verluste an den Märkten
Die Stimmung der Marktteilnehmer ist endgültig gekippt – Pessimismus macht sich breit: Wachstumsprognosen werden nach unten korrigiert, die Aktienmärkte gehen auf Tauchstation und die Notenbanken – allen voran die EZB – mahnen wirtschaftspolitische Impulse an. Aus unserer Sicht war der Absturz in den vorangegangenen Wochen jedoch übertrieben. Es ging zu schnell zu tief bergab, wodurch kurzfristige Aufwärtsbewegungen begünstigt werden. Nichtsdestotrotz: Das Gesamtumfeld für Aktien hat sich deutlich eingetrübt. Entsprechend rechnen wir damit, dass sich der übergeordnete Abwärtstrend noch eine Weile hinziehen könnte. Es drohen noch empfindliche Verluste, die Anleger aber für sich nutzen können.
Futures – Für Profis und risikofreudige Anleger
Wir setzen Futures seit geraumer Zeit ein, um von den fallenden Notierungen in Europa und den USA zu profitieren. Es handelt sich dabei jedoch um hochspekulative Instrumente, die ein hohes Verlustrisiko in sich bergen. Futures, die auf einen bestimmten Stand des Basiswertes zu einem bestimmten Zeitpunkt abzielen, können genutzt werden, um bei fallenden Kursen Gewinne einzufahren. Ihre Vorteile sind ihre transparente Struktur, die gute Handelbarkeit und die vergleichsweise geringen Kosten. Für normale Anleger sind vor allem die Hebel, die mit einem Future in Bewegung gesetzt werden, geradezu beängstigend. Zudem muss beim Kauf eine Sicherheitseinlage – die sog. Margin – aufgewendet werden, was die Möglichkeiten der meisten Privatanleger bereits übersteigen dürften. Steigen die Verluste über Gebühr, dann fordert die Bank oder der Broker sogleich einen Nachschuss – oder liquidiert die Position gleich. Die Verluste können also enorm sein.
Zertifikate – Die Knock-out-Schwelle beachten
Short-Zertifikate auf Einzelaktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe sind für Privatanleger eher geeignet, um an einer kräftigen Baisse zu partizipieren. Die Auswahl ist fast unbegrenzt. Neben Scheinen mit unbegrenzter Laufzeit (Endlos-Zertifikate) gibt es solche, die nur wenige Tage oder Wochen laufen. Auch der Hebel dieser Papiere variiert stark – je nach Risikoneigung kann er dem 5-fachen oder aber auch dem 100-fachen entsprechen. Anleger sollten jedoch auf die sog. Knock-out-Schwelle achten. Denn läuft die Wette gegen den Anleger, der SMI legt zu anstatt zu verlieren, dann ist beim Erreichen dieser Schwelle der Einsatz im schlechtesten Fall komplett weg. Wer von fallenden Kursen profitieren will, ohne in einem Seitwärtsmarkt zu verlieren, ist beispielsweise mit Reverse-Bonus-Zertifikaten gut beraten. Aber auch Deep-Discount- oder Bonus-Zertifikate können eine bestimmte Marktmeinung perfekt umsetzen. Für erfahrene Anleger sind auch klassische Optionsscheine (Put) eine attraktive Alternative.
Konklusion:
Mit den richtigen Instrumenten können Anleger Baissephasen an den Märkten nutzen, um vom Abwärtstrend zu profitieren. Es gilt aber, die Risiken im Auge zu behalten.
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