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Die nächste Revolution

Blockchain-Technologie wird unser Finanzgehabe verändern
Der Hype um die digitale Währung Bitcoin ist abgeebbt. Doch die Technologie, die hinter dieser Währung steht, könnte in der Finanzindustrie grosse Umwälzungen mit sich bringen. Das technologische Zauberwort für diese mögliche Revolution heisst Blockchain. Vereinfacht gesagt – da eine ausführliche Beschreibung den Rahmen bei Weitem sprengen würde: „Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern, der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht (oder nur mit ungeheurem Aufwand) manipulierbar und verifiziert. Wenn aber eine digitale Information verifizierbar ist, benötigt sie theoretisch keine zentrale Instanz mehr, die sie verwaltet und für ihre Echtheit bürgt: „Kein Paypal oder Finanzhaus für meine Online-Bezahlungen, kein Facebook für meine Identität oder die meiner Freunde“, beschreibt die Süddeutsche Zeitung die Technologie. Das Ziel ist: Finanztransaktionen sollen künftig ohne einen dazwischengeschalteten Intermediär (Bank, Finanzdienstleister) sicher zwischen zwei Personen abgewickelt werden. Nach Schätzungen von Marktbeobachtern haben die internationalen Banken – darunter wohl auch die beiden Schweizer Grossbanken – schon mehrere hundert Millionen US-Dollar in die Technologie bzw. in Start-ups aus dem Bereich investiert.
Das Potenzial der Technologie erscheint riesig und könnte dereinst unser Verständnis von Finanzdienstleistungen auf den Kopf stellen. So erscheint es durchaus denkbar, dass auch der Aktienhandel in wenigen Jahren auf dem Blockchain-Ansatz fusst. Was heute durch beispielsweise das Clearing und Settlement der SIX abgewickelt wird, könnte in wenigen Jahren von der Blockchain erledigt werden. Eine Möglichkeit wäre, dass jeder Anleger über „eine App das komplette Register aller weltweiten Transaktionen auf seinem Computer oder Smartphone halten würde, vergleichbar mit einem Aktenschrank. Tauschen nun zwei Anleger das Recht an einer Aktie aus, wird dieser Vorgang allen Blockchain-Teilnehmern über das Internet gesendet. Digital wird ein Papier in einen Ordner geheftet. Diesen Ordner müssen dann alle Teilnehmer einsehen. Anschliessend wandert er als sogenannter Block in den Aktenschrank, neben die bisherigen Transaktionsordner“ (Süddeutsche). Anleger könnten dadurch nicht nur die Kosten für den Aktienhandel deutlich senken, sondern wären auch in der Lage, Anteilsscheine ausländischer Unternehmen leichter zu handeln. Die UBS hat jüngst mit sog. Smart-Bonds „experimentiert“. Es geht dabei um die Simulation einfacher Rentenpapiere, bei den Käufer und Verkäufer in der Blockchain gespeichert sind. Die Bedingungen werden dabei direkt in das „Papier“ programmiert. D.h. Zinsen zahlen sich dann von selbst aus – was den Verwaltungsaufwand für die Bank massiv reduzieren würde.

 

Konklusion:
Das Potenzial der Blockchain-Technologie ist riesig und hat das Zeug, unser Verständnis von Finanzdienstleistungen nachhaltig und grundlegend zu verändern.

 

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