Wir versuchen, kurzfristige Trends zu nutzen
Aus fundamentaler Sicht bleiben wir für die mittelfristige Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten weiter negativ gestimmt. Wir gehen davon aus, dass die Abwärtsbewegung an den Märkten noch nicht ausgestanden ist und weitere markante Kursrücksetzer drohen. Dennoch können wir natürlich den plötzlichen Stimmungsumschwung an der Schweizer Börse und den meisten europäischen Handelsplätzen nicht ignorieren. Dass unter Anlegern die Risikofreude zurückgekehrt ist, führen wir einmal mehr auf die Notenbanken zurück. Die Börsen hängen nach wie vor an den Lippen von Yellen, Draghi und Co. Auch wenn diese Abhängigkeit bereits ein besorgniserregendes Mass erreicht hat, scheint sich am Markt die Meinung durchzusetzen, dass weitere Notenbank-Milliarden – zumindest vorübergehend – helfen werden, den Markt zu stabilisieren. Wie wir denken ein mittel- bis langfristiger Trugschluss – denn es hat sich bereits gezeigt, dass die Massnahmen sowohl an den Aktienmärkten als auch in der Realwirtschaft keine bleibende Wirkung haben. Zumal mit Blick auf die Europäische Zentralbank, die Anfang März wieder zusammentritt, die Erwartungshaltung der Anleger bereits wieder in den Himmel gewachsen ist – ähnlich wie im Dezember 2015. Entsprechend könnte sich – sofern EZB-Präsident Mario Draghi nicht liefert – ein hohes Frustrationsmass an den Märkten entfachen. Da wir uns aber nicht gegen den Markt stemmen können und letztlich mit der Masse schwimmen müssen, um in der Breite auf eine gute Rendite zu kommen, sind wir Anfang der zurückliegenden Berichtswoche die ersten kurzfristigen Trades eingegangen. Wir nutzen den Stimmungsumschwung, ohne von der Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Aufschwungs überzeugt zu sein.
Fundamentale Gründe spielen bei diesen sehr kurzfristig orientierten Handelsempfehlungen de facto keine Rolle. Zugleich setzen wir uns sehr enge Grenzen – sowohl was die Verlustbegrenzung angeht als auch was die Gewinnmitnahmen betrifft. Als Rahmen setzen wir uns ein Stopp-Loss-Limit von 3% auf den Kaufkurs, der bei einer positiven Entwicklung des Wertes stetig auf 3% unter das aktuelle Kursniveau nachgezogen wird. Erste Gewinnmitnahmen werden wir bereits ab einem Kursplus von 5% in Betracht ziehen. 25% der Position werden jedoch bei einem erreichten Plus von 10% aufgelöst; weitere 25% bei +15% und die vollständige Glattstellung der Position ab +20%. Wir werden situativ entscheiden, welche Tage wir zum Einstieg nutzen – dabei spielen u.a. die Vorgaben aus den USA und Fernost, wichtige Börsendaten und die erwartete Tageseröffnung auf Basis der Pre-Market-Entwicklung eine wichtige Rolle. Um es nochmals zu betonen: Wir halten den gegenwärtigen Aufschwung für nicht nachhaltig und rechnen auf mittelfristige Sicht noch mit deutlichen Einbussen an den internationalen Kapitalmärkten.
Konklusion:
Angesichts des plötzlichen Stimmungsumschwungs an den Börsen bauen wir erste sehr spekulative Positionen auf. Dabei setzen wir uns jedoch sehr enge Handelsbeschränkungen. High Risk!
Bestellen Sie jetzt Ihr gratis Probe-Abo im Wert von CHF 50.- / EUR 50.- oder gleich ein Jahresabonnement für CHF 398.- / EUR 398.-