
Kurzfristiges Trading gewinnt an Bedeutung
Die anhaltend hohe Nervosität an den Aktien- und Rohstoffmärkten, die in den vergangenen Wochen für extreme Handelsspannen an den Kapitalmärkten gesorgt hat, zwingt uns dazu, unsere Anlagestrategie punktuell anzupassen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Anlageumfeld in den vergangenen Wochen nicht nur deutlich eingetrübt hat, sondern sich auch die Risikoeinschätzung der Investoren grundlegend verändert hat.
1. Buy and Hold
Nach wie vor halten wir an unserer übergeordneten Anlagestrategie „Buy and Hold“ fest. Wir sind der Ansicht, dass diese Strategie auf langfristige Sicht das attraktivste Ertrags-Risiko-Profil ausweist. Entsprechend sind unsere Anlageempfehlungen – sofern nicht anders gekennzeichnet – in der Regel auf mindestens 12 Monate ausgelegt. Allerdings bietet das gegenwärtig sehr volatile Aktienmarktumfeld auch erhebliche kurzfristige Tradingchancen. Entsprechend werden wir in den kommenden Wochen wieder stärker auf kurzfristige Trades setzen, um die Schwankungen für uns ausnutzen zu können. Die Verlustbegrenzung bei diesen Short-Term-Investments setzen wir dabei eng bei -5%, Gewinnsicherungen werden wir ab einem Kursplus von 10% einleiten. Wir setzen bei diesen Trades sowohl auf long-Strategien (also auf steigende Kurse), als auch auf short-Strategien (fallende Kurse). Neben Einzelaktien werden wir auch ETF (auch gehebelt), Mini-Futures, Faktor-Zertifikate u.ä. einsetzen. Unsere kurzfristigen Trades (intraday bis einige Tage) können dabei unseren langfristigen Handelsempfehlungen grundsätzlich widersprechen.
2. Stop-Loss-Limite
Wir hatten unsere Verlust-Begrenzungsstrategie bereits im Vorfeld der EZB-Sitzung Anfang Dezember an das volatile Umfeld auf 5% bis 10% unter das damalige Kursniveau angezogen. In der Regel setzen wir das Stop-Loss-Limit 20% unter dem Einstiegslevel und ziehen dieses periodisch – bei steigenden Kursen – nach. Wir halten vorerst an den engeren Grenzwerten fest und werden neu auch frühzeitiger mit Gewinnsicherungen operieren – sowohl im Trading-Bereich als auch bei unseren langfristigen Investments.
3. Umschichtungen
In den kommenden Wochen werden wir einige Umschichtungen in unseren Musterdepots vornehmen, wodurch sich das Gesicht einiger Depots verändern dürfte. Darüber hinaus reduzieren wir unser Exposure im Finanzbereich, da sich die Ertragslage sowohl im Banken- als auch als auch im Lebensversicherungssegment nicht so schnell erholen wird.
Konklusion:
Angesichts des volatilen Umfelds werden wir in den kommenden Wochen verstärkt auf kurzfristige Trades (intraday bis einige Tage) setzen.
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