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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Constant Maturity Swap

I. Die derzeitige Geldpolitik der amerikanischen Notenbank (FED)
Eines der aktuellen Hauptthemen der Börse neben der Kreditkrise ist die Angst vor einer Rezession in den USA. Eine Rezession in den USA würde dann vorliegen, wenn die Wachstumsraten des Bruttoinlandproduktes während zwei Quartalen negativ wären. Die amerikanische Notenbank (FED) hat prompt reagiert und die geldpolitisch entscheidenden Zinsen aggressiv in zwei Schritten um 125 Basispunkte (1.25%) reduziert. Mit diesem Entscheid hat die Notenbank zum Ausdruck gebracht, dass für sie die Bekämpfung einer Rezession derzeit wichtiger als die Bekämpfung der Inflation ist. Allenfalls geht sie auch davon aus, dass eine Abkühlung der Wirtschaft automatisch zu einer Abnahme des Inflationsdruckes führt und damit die Inflation keine kritischen Schwellen überschreiten wird.

II. Zinsstrukturkurve als Indikator für den Erfolg der Geldpolitik
Die Wirksamkeit der Geldpolitik der Notenbank der USA lässt sich u.a. an der Zinsstrukturkurve ablesen. Wenn die kurzfristigen Zinsen wegen der aggressiven Geldpolitik sinken und die langfristigen Zinsen wegen fehlender Inflationserwartungen nicht steigen, ist die Geldpolitik erfolgreich gewesen. Sollten allerdings die Inflationserwartungen zunehmen und damit die langfristigen Zinsen massiv steigen, wäre die Geldpolitik nicht erfolgreich gewesen.

III. Bildung von Zinserwartungen durch einen Spekulanten
Ist ein Spekulant der Meinung, dass die Geldpolitik der USA nicht erfolgreich sein wird, geht er davon aus, dass sich die Inflationserwartungen über kurz oder lang erhöhen. Dies würde dazu führen, dass wohl die kurzfristigen Zinsen in den USA gleichbleiben, weil die Notenbank die geldpolitisch wichtigen Zinsen bereits gesenkt hat, dass im Gegensatz dazu aber die langfristigen Zinsen erheblich steigen werden.

Als Indikator für die kurzfristigen Zinsen kann der 3-Monats-Libor, als Indikator für die langfristigen Zinsen eine 10-jährige Staatsanleihe oder ein 10-jähriger Swap-Satz genommen werden. the investor |15.02.2008

IV. Spekulative Umsetzung der Zinserwartungen
Im Grunde genommen rechnet der Spekulant mit einer Zinsstrukturkurve, welche immer steiler wird. Umsetzen kann er diese Erwartung, indem er den kurzfristigen 3-Monats-Libor gegen den 10-Jahres-Swap-Satz tauscht. Dieses Geschäft heisst Constant- Maturity-Swap (kurz: CMS). Dabei wird das Zinsniveau des „kurzen Endes“ gegen dasjenige des „langen Endes“ getauscht. Eine Bank wird dieses Geschäft natürlich nur gegen einen Abschlag an den langfristigen Zinsen machen.

V. Beispiel
Der 3-Monats-Libor in USD beträgt derzeit 3.05%, der 10-Jahres- Swap-Satz 4.35%. Die Bank wird beim Eingehen des Geschäfts einen Abschlag von rund 1.45% verlangen. Das Geschäft kann zusammengefasst werden mit:

3-Monats-Libor gegen 10-Jahres-Swap minus 1.45%.

Gehen wir zunächst davon aus, dass diese Vereinbarung für ein Jahr auf einem Nennbetrag von USD 1.0 Mio. abgeschlossen wird, wobei der Zinstermin am Ende der Laufzeit liegt. Nehmen wir weiter an, dass die Erwartungen des Spekulanten aufgehen und die langfristigen Swap-Zinsen tatsächlich auf 6.2% steigen, während die kurzfristigen auf dem Ausgangsniveau verharren.

Der Gewinn des Spekulanten berechnet sich dann wie folgt:

Konklusion:
Mit Constant-Maturity-Swaps kann auf eine Änderung der Zinsstrukturkurve und damit auf den Erfolg oder Misserfolg der Politik einer Notenbank spekuliert werden. Vorausgesetzt sind allerdings gute Kenntnisse der fundamentalen Wirkungsgrössen. Derzeit auf jeden Fall wäre das oben geschilderte Geschäft nicht erfolgreich gewesen. Die langfristigen Zinsen in den USA haben sich nämlich trotz der aggressiven Geldpolitik der FED nicht erhöht.