
Die Versicherungsgruppe will ihre Organisation verschlanken, um so ihr Geschäftsmodell zu vereinfachen, die Kosten zu senken und näher bei ihren Kunden zu sein. Das Lebengeschäft sowie die Schadenversicherung werden organisatorisch zusammengelegt – die gesamte Produkt- und Dienstleistungspalette soll künftig je Land nur noch in einer Hand liegen. In der Schweiz, Deutschland und Österreich wird dieses Modell bereits angewendet. Die einzelnen Länder werden wiederum in Marktregionen (Europa, Naher Osten, Afrika, Nordamerika, Lateinamerika und Asien-Pazifik) zusammengefasst. Die jeweiligen operativen Chefs sollen in der Konzernleitung einsitzen. Zudem beruft Zurich erstmals einen COO ein. Zurich-CEO Mario Greco zielt mit dieser Neuorganisation darauf ab, die jeweiligen Verantwortlichkeiten zu schärfen, kürzere Entscheidungswege und somit mehr Effizienz im Konzern zu etablieren und somit das noch immer weit verbreitete Silodenken im Konzern abzubauen. Wir sind überzeugt, dass Greco die richtigen Schrauben im Konzern anzieht, um die Versicherungsgruppe langfristig zu stärken. Dass Greco vor allem die Kostenbasis senken will, ist dabei wenig überraschend. Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Aufwendungen auf satte USD 10.5 Milliarden, was viel Raum für Optimierungen lässt. Die jüngsten Massnahmen sollten Zurich helfen, die Kosten im Jahr 2016 bereits um USD 400 Millionen zu senken, womit das langfristige Kostensenkungsziel von USD 1 Milliarde im Jahr 2018 bereits in Reichweite erscheint.
Konklusion:
CEO Greco legt im Konzern die richtigen Schalter um und das auch noch in einem hohen Tempo. Wir empfehlen, die Aktie der Zurich Insurance Group zu kaufen.