
Der Aktienkurs der Versandapotheke Zur Rose ist seit dem Börsengang im Juli 2017 ein Trauerspiel. Am ersten Handelstag stieg die Notierung zeitweise bis auf CHF 159.90 – ein Niveau, welches der Kurs in den folgenden gut eindreiviertel Jahren nicht mehr erreichen sollte. In den vergangenen Monaten pendelte das Papier um die Marke von CHF 90. Einen wirklichen Trend konnte das Papier bis zuletzt nicht ausbilden. Der Einstieg des aktivistischen Investors Veraison Group könnte nun aber einen Wendepunkt einleiten. Dabei ist der Einstieg derzeit vor allem ein eher symbolischer Akt – gerade einmal 1.2% hält Veraison an Zur Rose. Allerdings macht auf dem Handelsparkett ein Gerücht die Runde, dass Veraison möglicherweise ein Interesse am 10%-Aktienpaket der Familie Frey habe. Dies könnte der Impuls sein, damit sich das vorhandene Wachstumspotenzial des Unternehmens endlich auch in einem steigenden Aktienkurs widerspiegelt. Denn die Einführung von E-Rezepten, das gigantische Potenzial von Online-Apotheken und die starke Marktstellung, die sich Zur Rose durch Übernahmen von den Marken Vitalsana, eurapon, medpex und natürlich DocMorris angeeignet hat, machen aus dem Unternehmen eine sehr spannende E-Commerce-Aktie. Für 2019 rechnet Zur Rose beispielsweise mit einem Wachstum von 30% bei einem ausgeglichenen Ebitda. Mutige Investoren nutzen das aktuelle Kursniveau zum Positionsaufbau.
Konklusion:
An der Börse kann Zur Rose das zweifelsohne vorhandene Potenzial bisher nicht zur Geltung bringen. Der Einstieg des aktivistischen Investors könnte nun aber neue Impulse bringen.