
Der im Juni 2018 abgelaufene, lukrative Distributionsvertrag mit dem US-Insulinpumpenhersteller Insulet dürfte vor allem im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 kaum übersehbare Bremsspuren hinterlassen. Zumal auch die Zahlen für das jüngst abgeschlossene Geschäftsjahr 2018/19 mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen sind. Denn darin ist eine erlös- und gewinnwirksame Einmalzahlung von USD 49,8 Millionen von Insulet enthalten, über die beide Unternehmen gegenwärtig noch streiten. Für das laufende Jahr rechnet Ypsomed mit Erlösen in Höhe von gut CHF 415 Millionen (2018/19: CHF 453 Millionen) und einem Ebit von CHF 25 Millionen bis CHF 30 Millionen (CHF 73 Millionen). Ypsomed setzt nun auf eine eigenentwickelte Insulinpumpe, welche helfen soll, die abzusehende Delle bereits im Jahr 2020/21 auszubügeln. Das Produkt wurde bereits in 17 Märkten zugelassen – weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Nur in den USA dürfte die Marktzulassung noch etwas länger dauern und erst Ende des Geschäftsjahres erfolgen.
Konklusion:
Die Aktie von Ypsomed ist aus Anlegersicht kein „must have“. Die Risiken sind u.E. sehr hoch und wiegen deutlich schwerer als die Chancen, die Ypsomed derzeit bietet.