+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Wir rechnen mit Marktverwerfungen

Wenige Stunden nachdem in Amerika auch die letzten Wahllokale geschlossen haben, zeichnet sich kurz vor Redaktionsschluss ein Wahlsieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump ab. Grundsätzlich dürfte der Wahlsieg von Donald Trump zu kurzfris-tigen Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten führen. Neben dem Schock über die Wahl dürften die Marktteilnehmer zusätzlich geringe Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn in die Aktienkurse einpreisen. Trump steht für Abschottung und Protektionismus, was u.E. nicht wachstumsfördernd ist. Durch eine mögliche Abschottung der amerikanischen Wirtschaft – Trump hat in seinen Wahlreden stets betont die verschiedenen Freihandelsabkommen neu verhandeln zu wollen – dürften auch die europäischen und asiatischen Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen werden.
USA: Aufgrund der starken Performance in den Sommermonaten 2016 und der vergleichsweise hohen Aktien-Bewertungen rechnen wir am US-Markt mit dem vergleichsweise grössten Rückschlagpotenzial. Kurzfristige Rückschläge von bis zu 10% im S&P500 halten wir für nicht ausgeschlossen.
SMI: Aufgrund des ohnehin tiefen Niveaus und der Underperformance in den vergangenen Monaten dürfte der Abwertungsdruck auf den SMI vergleichsweise gering sein. Wir schätzen, dass der Schweizer Leitindex bis zu 3% in die Knie gehen könnte. Dies setzt allerdings voraus, dass die Schweizerische Nationalbank den Franken stützt und am Devisenmarlt interveniert. Sollte der Franken ggü. dem Euro und dem USD jedoch deutlich aufwerten, könnte der Schweizer Aktienmarkt auch deutlich stärker sinken – bis zu -5%.
Euroland: Für die europäischen Aktienmärkte rechnen wir mit einem kurzfristigen Rückschlagspotenzial im hohen einstelligen Prozentbereich, wobei der deutsche Aktienmarkt aufgrund der guten Performance in den Sommermonaten und der vergleichsweise engen Vernetzung der Wirtschaft mit den USA deutlich schlechter abschneiden dürfte.
Nach dem ersten Schockmoment dürften sich die Märkte jedoch schnell wieder fangen und auf tieferem Niveau stabilisieren. Rückenwind könnte die Märkte dann von den Notenbanken bekommen. Denn die zu erwartenden Verwerfungen an den Märkten machen geldpolitische Straffungen seitens der EZB und des Fed unwahrscheinlicher. Die EZB dürfte aufgrund der neuen Unsicherheiten sogar zu einer Ausweitung des laufenden Wertpapierprogramms tendieren – zeitlich +6 Monate bei gleichen Volumen, die FED könnte Bereitschaft zum Handeln signalisieren (Kauf Wertpapiere).
Positionierung:
Short: USD, Mex Peso, Globale Aktienmärkte
Long: EUR, GBP, JPY
Konklusion:
Die US-Wahlen dürften kurzfristig Schockwellen an den Aktienmärkten auslösen. Der Schock dürfte aber nicht lange anhalten.