
Fast 14‘000% hat die Aktie des amerikanischen Unterhaltungskonzerns seit Anfang der 1980er Jahre zugelegt – sie zählt damit zu den erfolgreichsten Titeln in den USA. Vor allem seit der Finanzkrise hat das Papier einen steilen Anstieg hinter sich – kostete ein Papier des Unterhaltungskonzerns Anfang März 2009 weniger als USD 16, müssen Investoren heute über USD 110 für eine Aktie hinblättern. Und das Ende der Fahnenstange dürfte damit noch nicht erreicht sein. Denn Disney arbeitet mit Hochdruck an einer erfolgreichen Zukunft. Neue Blockbuster-Filme sind in der Pipeline, die Themenparks bekommen neue Attraktionen und beim kriselnden Sportsender ESPN wird an einer Strategie gearbeitet, um neue Zielgruppen zu erschliessen bzw. sich dem Trend der Zuschauer in Richtung Netflix oder dem Sportkanal DAZN entgegenzustellen. Den ersten Schritt, um die Erfolgsspur auch in den kommenden beiden Jahren nicht zu verlassen, hat Disney jüngst mit der Vertragsverlängerung von CEO Bob Iger bis zum 2. Juli 2019 getan.
In den zurückliegenden Jahren hat Iger einen tollen Job getan: Er hat zum Beispiel Lucasfilm übernommen und sich damit die Rechte an „Star Wars“ gesichert. Ausserdem hat er sich an der Streamingfirma Bamtech beteiligt. Das Unternehmen soll Disney dabei helfen, den Sportsender ESPN fit für die digitale Zukunft zu machen. Zudem verfügt Disney über grossartige Assets im Bereich Film, TV-Shows oder Serien, deren Potenzial online neu erschlossen werden könnte. Kurzfristig stehen bei Disney jedoch einmal mehr die Kinofilme im Fokus. Die Neuverfilmung des Klassiker „The Beauty and the Beast“ hat bisher alle Prognosen übertroffen. Am ersten Wochenende spielte der Film weltweit USD 350 Millionen ein, womit die Produktionskosten von USD 160 Millionen bereits getilgt wurden. Zudem sitzt der Konzern auf einem regelrechten Fundus an weiteren Kassenknüllern. 2017 bringt Disney unter anderem „Cars 3“, den fünften Teil der Piratensage „Pirates of the Caribbean” und „Star Wars – The last Jedi” in die Kinos – alles Filme, die mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit über eine Milliarde Dollar einspielen werden. Die Vorzeichen stehen damit gut, dass Disney nach 2016 auch 2017 einen neuen Umsatzrekord aufstellt. Auch wenn die vergangenen gut zwei Jahre an der Börse weniger erfolgreich waren – Anleger reagierten vor allem auf die abnehmenden Abonnentenzahlen bei ESPN – ist die Aktie immer noch sehr attraktiv, vor allem da sie in den letzten Monaten die zuvor erlebte Schwäche so gut wie ausgewetzt hat und sich wieder in Richtung Allzeithoch bewegt.
Konklusion:
Investierte Anleger sollten die Aktie des amerikanischen Unterhaltungskonzerns halten. Wir erwarten, dass das Papier in Kürze das bisherige Allzeithoch hinter sich lässt.