
Der amerikanische Detailhandelsriese arbeitet mit Hochdruck an seiner Zukunft. Dies wurde an der GV des Konzerns in der vergangenen Woche deutlich. Verwaltungsratspräsident und CEO Doug McMillon stellte gleich mehrere Projekte vor, mit denen sich der Konzern gegen die wachsende Konkurrenz von Amazon und Co. wappnen will. So testet Wal-Mart derzeit sog. „Pickup Towers“. D.h, dass Kunden online ihre Waren bestellen können und diese dann in einem Wal-Mart Store abholen können – dabei müssen die Kunden nur noch einen bei der Bestellung erhaltenen Barcode einscannen und schon erhalten sie ihre Bestellung. Darüber hinaus will der Konzern auch das „Same-Day-Shippping“ einführen – d.h. Online-Bestellung und Lieferung am selben Tag – ohne dabei eine zusätzliche Gebühr zu verlangen. Bei Amazon kostet dieser Service USD 99 pro Jahr. Auch der Servicegedanke wird weiter ausgebaut. So probt Wal Mart derzeit die Auslieferung online bestellter Ware durch Wal-Mart-Mitarbeiter direkt nach Hause. Die Angestellten, die sich freiwillig als Boten melden, „können entscheiden, wie viele Pakete sie ausliefern können, und Grösse und Gewicht angeben, die sie bewältigen möchten“, erklärte der für den Onlinehandel bei Wal-Mart zuständige Manager Marc Lore. Im Gegenzug dürfte ein Zusatzverdienst winken. Wal Mart hatte den Start in das Online-Zeitalter zunächst verschlafen, holt dank erfolgreicher Übernahmen aber den Rückstand gegenüber den Wettbewerbern mit grossen Schritten auf.
Konklusion:
Jüngst hat der Konzern zudem Patente für die Drohnenauslieferung beantragt. CEO McMillon führt den Multi in die Zukunft. Dass er dabei auch vor Experimenten nicht zurückschreckt, gefällt uns.