+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Volkswagen Vz.

30‘000 der weltweit über 600‘000 Arbeitsplätze sollen bei Volkswagen in den kommenden Jahren abgebaut werden, gut 80% davon in den deutschen Werken. Auf betriebsbedingte Kündigungen will man verzichten. Zudem soll die sehr schwache Marge von 1.6% bei der Kernmarke aufgepeppt werden – um 25% soll die Produktivität steigen. Zudem will sich Volkswagen stärker auf den Bereich der Elektroautos ausrichten. Nach Monaten der Verhandlungen hat sich der Konzern endlich auf ein „Zukunftsprogramm“ durchringen können – ohne den Abgasskandal, so muss vermutet werden, hätte dies wohl noch länger gedauert. Doch wie zukunftsfähig ist der Plan? Eine wirkliche Revolution ist das Programm nicht. Zahlreiche Wettbewerber haben diese Schritte schon seit Jahren hinter sich. Dass VW ineffiziente Standorte zurückbaut – die Massnahmen zeigen einmal mehr, dass die Heimatbasis wesentlich ineffizienter ist als die Auslandswerke – ist positiv, doch ein Befreiungsschlag sieht anders auch. Es zeigt vor allem, dass die Aktionärsstruktur (VW-Gesetz), die starke IG-Metall und die wenig aktive Eigentümerfamilie den Konzern lähmen. Auch das Bekenntnis, künftig stärker auf die Elektromobilität zielen zu wollen, mag sinnvoll erscheinen. Aber dies ist ein langfristiges, weit über das Jahr 2025 hinausgehendes Ziel. Im Alltagsgeschäft ist dies noch längst nicht verankert. Entsprechend bleibt der Druck auf den Autobauer hoch. VW-Markenvorstand Herbert Diess sagte, dass sich der Konzern für einen Zukunftssturm wappne. Sollte dieser losbrechen, wird VW mit seinen verkrusteten Strukturen ein kräftiger Wind ins Gesicht blasen.
Konklusion:
Zu wenig, zu spät – das ist unser Fazit für das angekündigte Zukunftspaket des Unternehmens. Es kommen schwere Zeiten auf VW zu. Verkaufen!