+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Verunsicherung geht weiter zurück

Die abermalige Ausweitung der europäischen Geldpolitik hat an den Börsen der Eurozone kein grösseres Kursfeuerwerk ausgelöst. Wie wir zuvor gemutmasst hatten, waren die Entscheidungen der Notenbanker bereits in der Mitte Februar einsetzenden Erholung eingepreist. Derzeit hangelt sich der Eurostoxx50 an der kurzfris-tigen Aufwärtslinie entlang, wobei zuletzt die Dynamik deutlich rückläufig war. Dass die Verunsicherung der Anleger weiter abnimmt, lässt sich auch am Eurostoxx50-Volatility-Index ablesen. Dieser hat sich in der zurückliegenden Berichtswoche weiter zurückgebildet und befindet sich derzeit auf einem Niveau, das der Index zuletzt an Weihnachten 2015 bzw. Oktober 2015 erreicht hatte. Durch die abnehmende Dynamik hat das europäische Aktienkursbarometer derzeit Schwierigkeiten, den Widerstand bei gut 3‘060 Punkten nachhaltig und kräftig zu überspringen. Nach dem steilen Anstieg in den Vorwochen scheint es nun vermehrt zu kurzfristigen Gewinnmitnahmen am Markt zu kommen, worauf auch der Stochastik- und der MACD-Indikator hinweisen. Beide Indikatoren deuten derzeit ein neues „Verkaufssignal“ an.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Aus unserer Sicht ist die Wirksamkeit der Geldpolitik an den Aktienmärkten an ihre Grenzen gestossen. Die Einsicht, dass die realwirtschaftlichen Effekte der ultralockeren Geldpolitik nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, dämpft auch die Aktienkursentwicklung. Entsprechend ist es nun umso wichtiger, dass einerseits die anstehenden Konjunkturdaten erste Anzeichen einer Stabilisierung bzw. leichten Aufhellung zeigen. Andererseits warten die Märkte mit Spannung auf die anstehende Q1/2016-Berichtssaison. Sie dürfte erstmals zeigen, wie stark der Abschwung in China auf die Unternehmenswelt tatsächlich ist – ein zentraler Punkt bilden dabei die Prognosen der Gesellschaften für das laufende Jahr. Angesichts der gegenwärtig fehlenden Impulse gehen wir nicht davon aus, dass die europäischen Märkte in den kommenden Tagen und Wochen grosse Sprünge machen. Das wahrscheinlichste Szenario ist aus unserer Sicht eine Seitwärtsbewegung, die durch die Unterstützung bei 3‘000 und den Widerstand bei 3‘200 begrenzt sein dürfte.
Konklusion:
Die europäischen Märkte sollten die zu Beginn des Jahres erlittenen Verluste in den kommenden Monaten wettmachen. Konjunkturdaten und die anstehende Q1-Saison dürfen aber nicht enttäuschen.