
Der Höhenrausch der VAT-Aktie scheint fürs Erste vorbei zu sein. Seit dem IPO vor gut zwei Jahren kannte das Papier bis Anfang März dieses Jahres nur eine Richtung – nordwärts. Am 11.03. notierte der Titel bei CHF 220 auf einem Allzeithoch, was einem Kursplus seit dem Börsengang von 220% entsprach. Seitdem geht es mit dem Aktienkurs tendenziell bergab. Zuletzt sorgte der amerikanische Chipkonzern Applied Materials für eine Beschleunigung der Talfahrt. Zwar konnte der US-Konzern die Umsatz- und Gewinnerwartungen für das abgeschlossene Quartal deutlich schlagen. Allerdings war der Ausblick enttäuschend. Dies schürte bei Anlegern die Sorge, dass sich der Markt für Smartphones abschwächen könnte. Applied Materials wird als Gradmesser für die Verfassung der Chip-Branche angesehen. Gemäss UBS deute ein sequenzieller Umsatzrückgang beim US-Grosskunden Applied Materials auf eine Wachstumsverlangsamung bei VAT Group hin. Je nachdem, wie ausgeprägt eine Wachstumsdelle im Chipsegment ausfällt, erscheint es uns nicht ausgeschlossen, dass VAT nach Jahren des Wachstums gegen Ende des laufenden Geschäftsjahres sogar mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hat. Angesichts der Unsicherheiten erscheint es gegenwärtig unwahrscheinlich, dass die VAT-Aktie auf kurze bis mittlere Sicht nochmals das Allzeithoch ins Visier nehmen kann. Anleger sollten sich auf eine höhere Volatilität der Aktie einstellen. Wir stufen aufgrund des fehlenden Kurspotenzials das Papier auf „Verkaufen“ zurück.
Konklusion:
Wir stufen die VAT-Aktie auf „Verkaufen“ zurück mit dem Ziel, das Papier im Bereich um CHF 150 abstossen zu können. Neu ziehen wir die Gewinnsicherung auf CHF 139 eng nach.