+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

VAT Group

Es war eine Bilanz mit Wow-Effekt, welche die Rheintaler vergangene Woche präsentiert hatten. Nicht nur, dass das abgelaufene Geschäftsjahr positiv überraschen konnte. Viel wichtiger war und ist der sehr optimistische Blick ins laufende Jahr – dieser dürfte die Aktie mittelfristig mit neuer Kursfantasie versorgen. Bereits im Januar hatte VAT einen ersten Blick auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung gewährt. Wie in Aussicht gestellt, stiegen die Erlöse um 24% auf CHF 507.9 Millionen. Die bereinigte Ebitda-Marge belief sich – wie in Aussicht gestellt – auf 31%. Unter dem Strich hat sich der Reingewinn von CHF 7.1 Millionen im Jahr 2015 auf CHF 67.2 Millionen vervielfacht. Ein besonderes Schmankerl präsentierte VAT seinen Aktionären: Sie sollen eine Dividende von CHF 4.00 pro Aktie erhalten, womit sich die Ausschüttungssumme auf CHF 120 Millionen beläuft – dies ist deutlich mehr als das Unternehmen noch im Herbst in Aussicht gestellt hatte (CHF 80 Millionen). Für das laufende Geschäftsjahr zeigten sich die Rheintaler sehr zuversichtlich und rechnen mit einer anhaltend hohen Wachstumsdynamik. Der Nettoumsatz soll bei konstanten Wechselkursen um mindestens 20% steigen. Bei der bereinigten Ebitda-Marge werden „rund“ 31% angestrebt und damit das Niveau von 2016 angepeilt. Dass VAT diesbezüglich konservativ prognostiziert ist, auf Investitionen zurückzuführen. Wir orten derzeit zwei grosse Wachstumstreiber: 1. Vor allem in Asien vollzieht sich aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft derzeit ein rasanter Ausbau der Kapazitäten im Halbleitersegment – der Bedarf an Produktionsanlagen ist enorm, zumal sich China vorgenommen hat, eine eigene, global bedeutende Halbleiterindustrie aufzubauen. Dies verspricht einen weiter hohen Auftragseingang. 2. Als zweiter Wachstumstreiber könnte sich Apple herauskristallisieren. Denn der iPhone-Hersteller will – so die Prognosen der Marktbeobachter – seine Smartphone-Bildschirme auf die sog. Oled-Technologie umstellen. Samsung ist in diesem Segment ein Vorreiter. Der Konzern setzt schon einige Zeit auf diese Technologie. Die UBS erwartet, dass 2017 nur die teuersten bzw. 35% aller neu produzierten iPhones über einen Oled-Bildschirm verfügen werden. Der Anteil dürfte jedoch rasch bis auf geschätzte 90% im Jahr 2020 steigen. Entsprechend dürfte der Kapazitätsausbau bei OLED-Bildschirmen in den kommenden Jahren massiv wachsen. Die UBS geht davon aus, dass allein im Jahr 2017 die entsprechenden Anlageinvestitionen um 50% steigen. Unter dem Strich blickt VAT in eine ausgesprochen rosige Zukunft. Aus unserer Sicht sind diese Aussichten zu einem grossen Teil aber bereits im Aktienkurs eingepreist.
Konklusion:
Wir stufen die Aktie von VAT weiter auf „Halten“, erhöhen zugleich unser Kursziel von CHF 105 auf CHF 120. Neue Investments in den Titel drängen sich aufgrund der hohen Bewertung nicht auf.