
Unser Depotwert konnte im ersten Quartal die Erlöse um 14% auf EUR 86.3 Millionen steigern. Aus unserer Sicht enttäuschend war jedoch das Wachstum auf vergleichbarer Ladenfläche. Dieses fiel mit gerade 0.1% marginal aus. Vapiano verfügt inzwischen über 206 Restaurants in 33 Ländern und auf fünf Kontinenten. Auf regionaler Ebene lief es für den Systemgastronomen sehr unterschiedlich. In Deutschland wuchs das Geschäft dank Neueröffnungen um gut 8%, im „Rest of Europe“ sogar um 27%. Einen Rückschlag musste Vapiano dagegen beim Pilotprojekt in China verbuchen. Dort sanken die Erlöse aufgrund von Umbaumassnahmen leicht auf EUR 3.8 Millionen. Unter dem Strich musste das Unternehmen einen Verlust von EUR 4.1 Millionen verbuchen. Gemäss Vapiano führten planmässige Abschreibungen in Höhe von EUR 10.3 Millionen zu dem Minus. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr hielt die Restaurantkette an der bisherigen Umsatzprognose fest. Vapiano peilt Erlöse in Höhe von EUR 390 Millionen bis EUR 420 Millionen an (2017: EUR 325 Millionen). Allein im ersten Halbjahr sollen sieben neue Restaurants eröffnet werden. Die Aktie konnte bisher noch nicht den Geschmack der Anleger treffen: Seit dem Börsengang vor gut einem Jahr entwickelt sie sich deutlich verhaltener als das Unternehmen selbst. Das ausgewiesene schwache Wachstum auf vergleichbarer Ladenfläche ist eine Enttäuschung. Jedoch hält das Unternehmen das Expansionstempo hoch und kann vor allem bei der Entwicklung des operativen Ergebnisses überzeugen.
Konklusion:
Die implementierte Digitalstrategie verspricht vor allem im Take-away-Geschäft und beim Lieferservice von Vapiano noch hohe Wachstumsraten. Die Aktie bleibt ein Kauf!