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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Fundamentale Analyse - USA

Mit Blick auf die Entwicklung an den amerikanischen Börsen drängt sich immer mehr die Frage auf, ob dieser Aufwärtstrend wirklich anhalten kann? Jüngst durchbrach der marktbreite S&P500 Index erstmals in seiner Geschichte die psychologisch wichtige Marke von 2‘500 Punkten. Eine Entwicklung, mit der man vor genau neun Jahren kaum rechnen konnte. Fast auf den Tag genau ging die Investment Bank Lehman Brothers pleite – es war der Auftakt zum finalen Blutbad an den Börsen rund um die Welt. Anfang März 2009 setzte schliesslich die Wende ein – mit kleinen Unterbrüchen befinden sich die Aktienmärkte im neunten Jahr einer Bullenrallye. Der S&P500 hat seitdem unglaubliche 256% an Wert gewonnen. Dagegen klingen die Kurszuwächse in Europa vergleichsweise bescheiden. Der Euro Stoxx50 verzeichnet seit Anfang März 2009 ein Plus von 86%, wobei die Euro-Schuldenkrise für eine längere Durststrecke sorgte. Etwas besser lief es für Schweizer Aktien. Der SMI liegt gut 103% im Plus – obwohl die Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Jahr 2015 ebenfalls für eine längere Talfahrt sorgte. Kurzum: Die Märkte sind bereits sehr gut gelaufen. Doch damit muss das Ende noch lange nicht erreicht sein. Fakt ist: Amerikanische Aktien sind nicht billig. Gemessen am Shiller-KGV, das für die Unternehmen aus dem S&P500 bei 30.5 und somit auf dem Niveau von 1929 liegt, wird deutlich, dass amerikanische Aktien reichlich Fantasie einpreisen. Dies ist dennoch kein Grund, weswegen die Rallye plötzlich in sich zusammenfallen sollte. Zumal die Marktteilnehmer auch Enttäuschungen sehr gut wegstecken. Die Konjunktur in den USA entwickelt sich weitaus weniger dynamisch als noch vor einem oder zwei Jahren. Der US-Präsident wird aller Voraussicht nach seine vielen Versprechungen nicht einhalten können, der aussenpolitische Abschottungskurs der Trump-Administration birgt eher Gefahren als Chancen. Das alles haben die Investoren weggesteckt. Auch die wenig ambitionierte Q2-Berichtssaison hat daran nichts geändert. Der schwache Dollar beflügelt derzeit eher sogar die Fantasie, dass die Unternehmen aus den USA in Q3 satte Geschäfte gemacht haben. Selbst die laufende Zinswende hat am Optimismus nichts geändert – denn im historischen Kontext befindet sich der US-Leitzins weiter auf einem sehr, sehr tiefen Niveau. Selbst wenn die US-Notenbank bis Ende 2018 noch zwei- oder sogar dreimal an der Zinsschraube dreht, ändert sich daran nur wenig. Wir sehen derzeit keine offenkundigen Gründe, weswegen die Anleger in den USA plötzlich den Mut verlieren sollten. Nur das ist die Krux mit Krisen – man sieht sie selten kommen. Dass wir an unserer Untergewichtung von US-Aktien festhalten, liegt vor allem an den besseren Aussichten für Europa und die Schweiz und der vergleichsweisen Underperformance hiesiger Aktien.

Konklusion:

Wir halten an unserer Untergewichtung von US-Aktien fest. Einerseits bieten europäische und Schweizer Aktien ein grösseres Aufwärtspotenzial. Andererseits sind US-Titel sehr teuer.