+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

UBS

Wir hatten vor wenigen Wochen die Aktie der Credit Suisse sowie der UBS in unser Musterdepot aufgenommen. Bisher haben beide Positionen unsere Erwartungen zwar nicht erfüllt. Aber wir sind überzeugt, dass beide Aktien in den kommenden Monaten wieder in der Gunst der Anleger steigen sollten.
CS Group – positive Entwicklung wird noch nicht honoriert
Die Bank hat in den vergangenen zwei Jahren für zahlreiche Negativschlagzeilen gesorgt. Mittlerweile scheint jedoch etwas Ruhe eingekehrt zu sein. Die eingeleiteten Restrukturierungen tragen endlich Früchte, wie die erfreuliche Kostenentwicklung im zweiten Quartal 2017 deutlich gemacht hat. Auch wenn der Weg zu einem führenden Vermögensverwalter mit einem starken, aber kleineren Investment Banking noch weit ist, so scheint das Fundament der Bank wieder stabiler zu sein. Wir gehen davon aus, dass die Bank die Kosten bis Ende 2018 um weitere CHF 400 Millionen senken kann, wodurch sich gleichzeitig die Gewinnschätzungen erhöhen. Darüber hinaus sollte es der Bank gelingen, das Überschusskapital bis Ende 2018 deutlich auf 11% des Börsenwertes zu erhöhen, wie die Société Générale schätzt. Dies sollte wiederum Raum für kräftige Dividendenerhöhungen schaffen. Für das laufende Jahr rechnen wir mit einer Ausschüttung von CHF 0.25 pro Aktie, die in den kommenden beiden Jahren auf CHF 0.60 (2018) und CHF 0.75 (2019) pro Anteilsschein sukzessive erhöht werden sollte. Am Markt wird die positive Entwicklung derzeit nur unzureichend berücksichtigt.
UBS – Bewertungsabschlag ist nicht gerechtfertigt
Seit der Vorlage der Halbjahreszahlen kann die Bank kaum noch Anleger anlocken. Über 6% hat der Titel seit Ende Juli abgeben müssen – der überraschende Rückgang der Kernkapitalquote hat viele Investoren verschreckt. Dass sich die Bank im Vergleich zu anderen Instituten diesbezüglich aber weiter in einer sehr guten Position befindet, wurde vielfach vergessen. Die Bank steht auf einem kräftigen Fundament. Die Erträge sind vergleichsweise stabil und sollten aufgrund aufkommender Trends in der Vermögensverwaltung inklusive der Digitalisierung weiter stark wachsen. Zudem rechnen wir weiter mit einem starken Neugeldzufluss und einer sinkenden Kostenbelastung. Der Wandel, die die Bank in den vergangenen zehn Jahren durchgemacht hat, widerspiegelt sich nur unzureichend im Aktienkurs. Die Aktie weist bezüglich verschiedener Bewertungsparameter einen Abschlag zur Peer-Gruppe auf, der aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt ist.
Konklusion:
Wir sind zuversichtlich, dass beide Aktien in der Gunst der Anleger wieder steigen. Die Fokussierung auf Negativpunkte überschattet die Fortschritte. Eine Sichtweise, die sich bald auflösen sollte.