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Trump wird die E-Autos nicht aufhalten

Das Elektroauto scheint – zumindest wenn es nach dem Beteilig-ten der Politik und der Produzenten geht – die Zukunft der Mobilität zu sein. Daran wird wahrscheinlich auch der neue Präsident der USA, Donald Trump, nicht viel ändern können. Der Präsident gilt zwar als Fan der fossilen Energien, dennoch dürfte er den Siegeszug der Elektroautos nicht aufhalten können. Zwar könnte ein Subventionsabbau (Abbau von Steuervergüns-tigungen und Zuschüssen beim Autokauf) die amerikanische E-Auto-Nachfrage kurzfristig deutlich sinken lassen. Allerdings hat sich in den USA bereits ein funktionierender Markt entwickelt. Zwar stagnierte der Absatz im Jahr 2015 bei 116‘000 Elektro-Fahrzeugen, was einem Anteil von weniger als 1% am amerikanischen Gesamtautomarkt entspricht. Aber 2016 sind die Verkaufszahlen wieder deutlich gestiegen. Bereits bis Ende Oktober wurden 120‘000 Elektroautos verkauft.
Wir rechnen für das Gesamtjahr 2016 mit einem Absatz von 145‘000 bis 150‘000 Fahrzeugen. Eine positive Entwicklung, die sich im kommenden Jahr fortsetzen wird. Denn die Autobauer versorgen den Markt mit neuen, besseren und preisgünstigeren Modellen. So kommen 2017 mehrere Autos mit Reichweiten um die 400 Kilometer für etwa 35‘000 Dollar auf den Markt (Chevrolet Bolt, Tesla Model 3). Für diesen Preis gab es bisher Autos, die eher um die 200 Kilometer weit kommen (VW E-Golf, BMW i3, Nissan Leaf). Vor allem die geringe Reichweite hielt bis dato viele Konsumenten von einem E-Auto-Kauf ab, wie eine Umfrage in Deutschland zeigte. Kommt hinzu, dass die politische Bereitschaft, den Elektroauto-Absatz unter die Arme zu greifen, aus verschiedenen Gründen hoch ist. Dass ausgerechnet aus China jüngst Hinweise auf eine E-Auto-Quote kamen, ist ein deutliches Zeichen, dass das Zeitalter des Verbrennungsmotors in zwei bis drei Jahrzehnten wahrscheinlich der Vergangenheit angehört. Die Autobauer sind gezwungen, wenn sie in der kommenden E-Auto-Revolution nicht untergehen wollen, ihre Kompetenzen und Marktmacht schnell und effizient auszubauen. Davor können sich auch US-Hersteller nicht verstecken.
Zudem haben sich in den letzten Tagen der Amtszeit des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama 28 Bundesstaaten, Versorger, Fahrzeughersteller und kommerzielle Betreiber von Strom-Tankstellen auf den Ausbau eines weitreichenden Netzes an Elektro-Ladestationen geeinigt. Beteiligt seien nach Angaben des US-Präsidialamts unter anderem die Autobauer General Motors, BMW und Nissan. Die geplanten Stromtankstellen sollten so angebracht sein, dass ungefähr 40‘000 Strassenkilometer abgedeckt seien.
Konklusion:
Auch Präsident Trump wird den Auszug der E-Auto-Industrie nicht stoppen können. Vor allem in den USA hat sich der Markt in den letzten Jahren rasch entwickelt.