
Nach der kräftigen Kursrallye im ersten Halbjahr 2019, in deren Fahrwasser die Aktie bis auf EUR 30 avancierte, kennt der Titel nunmehr nur noch eine Richtung: talwärts. Zwischenzeitlich notierte die Aktie nur noch marginal über unserem Einstiegsniveau bei EUR 20.86. Zuletzt beschleunigte ein negativer Kommentar des Analysehauses CFRA Research die Talfahrt der Aktie. Die Analysten nahmen den Tomra-Titel auf die „Biggest Concerns List“ für Europa auf. Darin befinden sich europäische Aktien, die CFRA mit „grössten Bedenken“ sieht. Konkret führt das Analysehaus einen Anstieg der Lagerbestände und einen unerwarteten Nachfragerückgang als Gründe für ihre negative Sicht auf den Konzern an. Darüber hinaus bemängelt CFRA, dass es zu Insider-Verkäufen gekommen sein soll. Dass die Analysten die sog. „Insider-Verkäufe“ zur Begründung anführen, erscheint uns reichlich verworren. Denn dieser Vorwurf kann sich unseres Erachtens nur auf Volker Rehrmann beziehen, den Geschäftsführer von Tomra Sorting Solutions. Dieser hatte nach den Zahlen zum zweiten Quartal 2019 12‘000 Aktien zu NOK 261 verkauft, wobei er immer noch fast 20‘000 Tomra-Aktien hält. Der Verkauf war und ist jedoch kein Geheimnis, sondern wurde offiziell mitgeteilt. Offen ist, ob die hohe operative Dynamik bei Tomra Systems wirklich nachhaltige Dämpfer verzeichnete. Dies dürfte sich bei der Publikation der Zahlen für das dritte Quartal zeigen. Gemäss Finanzkalender wird der Zahlenkranz am 21. Oktober publiziert.
Konklusion:
Die Aktie hat seit dem Hoch zur Mitte des Jahres fast ein Drittel an Wert eingebüsst – angesichts der nach wie vor sehr guten langfristigen Aussichten ist dies eine negative Übertreibung. Eine ausgeprägte Gegenbewegung scheint überfällig. Decken Sie sich mit Aktien ein!