
Der deutsche Traditionskonzern schliesst einen Komplettverkauf der Stahl-Sparte nicht mehr aus. Das kam an der Börse gut an. Als mögliche Käufer werden derzeit die chinesische Baowu oder die schwedische SSAB genannt. Doch ob es wirklich dazu kommt, erscheint uns fraglich. Der Widerstand gegen einen Komplettverkauf dürfte auf Seiten der mächtigen Gewerkschaft, des Grossaktionärs Krupp-Stiftung und auch in der Politik immens sein. Zumal Anleger eines nicht vergessen sollten. Zwar könnte ThyssenKrupp durch den Verkauf der Stahl-Sparte die Cash-Burn-Problematik lösen. Nur was kommt danach? Nach dem Verkauf des Aufzuggeschäfts und nun möglicherweise der Stahl-Sparte bleibt von der eigentliche DNA des Traditionskonzerns nicht mehr viel übrig. Mit was will der Konzern dann Geld verdienen? Wir haben keine Antwort darauf!