
Wir hatten die Aktie des deutschen Stahlmultis letztmals in Ausgabe 21/2019 bei EUR 12.13 zum Verkauf empfohlen. Damals überzeugte uns weder die neu aufgelegte Strategie, noch sprach das schwierige konjunkturelle Umfeld für ein Investment in den Konzern. Mittlerweile ist der Aktienkurs unter die Marke von EUR 11 abgerutscht – selbst auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise vor etwas mehr als zehn Jahren notierte die Aktie deutlich höher. Und ein Befreiungsschlag scheint sich gegenwärtig nicht anzukündigen. Denn das Konjunkturumfeld dürfte den Aktienkurs auch in den kommenden Wochen nachhaltig belasten. Die Krise der Automobilindustrie drückt bereits seit geraumer Zeit auf die Entwicklung des Stahlkonzerns. Der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China ist für ThyssenKrupp der nächste Tiefschlag. Das Komponentengeschäft, die Stahlsparte sowie der Werkstoffhandel hängen stark vom Konjunkturverlauf ab. Wir halten es angesichts des rauen Konjunkturklimas für wahrscheinlich, dass ThyssenKrupp eine Gewinnwarnung herausgeben wird.
Konklusion:
Die Gewitterwolken über ThyssenKrupp verdunklen sich massiv. Wir rechnen in den kommenden Tagen/Wochen mit einer Gewinnwarnung des Konzerns.