
Die Ankündigung, dass die Fusion mit Tata Steel vom Tisch sei und der Konzern nun neue Wege in die Zukunft beschreiten werde, sorgten im ersten Moment für Euphorie. Die Aktie schoss regelrecht durch die Decke. Doch diese Euphorie ist mittlerweile längst verflogen. Zuletzt sorgte Stahlhersteller ArcelorMittal dafür, dass sich die Stimmung wieder deutlich eintrübt. Der Konzern sah sich aufgrund bestehender Überkapazitäten, niedrigen Verkaufspreisen und steigenden Rohstoffkosten gezwungen, seine Produktion zu kürzen. Dies zog den gesamten Sektor in Mitleidenschaft. Darüber hinaus missfällt uns aber auch die künftige Ausrichtung des deutschen Industriekonzerns. Die Liftsparte soll abgespalten und als separate Firma an die Börse gebracht werden. Damit sollte kurzfristig reichlich Geld in die Kassen fliessen. Dies dürfte aber lediglich dazu genutzt werden, um die gegenwärtige Durststrecke im Stahlbusiness zu überbrücken. Denn ThyssenKrupp will sich künftig wieder auf das Stahlgeschäft fokussieren. Doch genau diese Fokussierung macht in unseren Augen keinen Sinn. Zur Erinnerung: ThyssenKrupp wollte durch die Fusion des Stahlgeschäfts mit Tata Steel genau den umgekehrten Weg gehen – weg vom riskanten und volatilen Stahlgeschäft, hin zu einem Technologieunternehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China das Stahlgeschäft wahrscheinlich noch Wochen, wenn nicht sogar Monate belasten wird.
Konklusion:
Die Strategie von ThyssenKrupp überzeugt uns nicht. Zudem belastet das schwierige Geschäftsumfeld. Wir gehen davon aus, dass die Aktie noch tiefer fallen wird.