
Der amerikanische Elektroautopionier kann für das erste Quartal Rekorde bei der Produktion, bei den Auslieferungen und beim Umsatz verzeichnen. Zudem scheinen sich Spekulationen über eine spätere Lancierung des Massenmarktmodels „3“ nicht zu bewahrheiten. Unter dem Strich wurde aufgrund höherer Kosten für das „Model 3“ der Verlust von USD 282 Millionen auf USD 330 Millionen ausgeweitet. Insgesamt, so mögen es die Tesla-Fans sehen, ist der Konzern auf einem guten Weg, um seine ambitionierten mittel- bis langfristigen Pläne zu erreichen. Dass dafür immer wieder Kapitalerhöhungen in Kauf genommen werden müssen, scheint in der Fan-Logik ein notwendiges Muss zu sein. Wir gehören aber nicht zu den Tesla-Fans. In unseren Augen ist Tesla eine riesige Cash-Burn-Maschine, die ohne einen grossen Partner langfristig nicht überleben kann. Tesla ist ein Vorreiter in Bereich der Elektroautos, aber der Konzern hat viel seines technologischen Vorsprungs mittlerweile verloren. Vor allem in der Batterie-Technologie haben andere Anbieter nach Angaben von Marktbeobachtern mittlerweile die Nase vorn. Spätestens wenn die grossen Anbieter wie Daimler, VW oder GM mit ihren E-Autos auf den Markt strömen, wird auch für Tesla der Wind rauher. Zudem ist das „Model 3“ nach Berechnungen von Branchenbeobachtern für den angegebenen Verkaufspreis ein Verlustgeschäft. Mit jedem verkauften Auto verliert Tesla mehrere Tausend Dollar. Kein Wunder also, dass CEO Elon Musk zuletzt vor allem Werbung für die wesentlich teureren Modelle von Tesla gemacht hat.
Konklusion:
Das Anlegervertrauen in Tesla bzw. CEO Elon Musk ist unseres Erachtens nicht gerechtfertigt. Das Unternehmen ist eine riesige Cash-Burn-Maschine. Verkaufen Sie den Titel!