
Notenbanker könnten neue Aufwärtsimpulse liefern
Das charttechnische Bild des Schweizer Leitindex hat sich in der zurückliegenden Berichtswoche deutlich eingetrübt. Einerseits rutschte der Swiss Market Index aus dem Ende Juni ausgebildeten Aufwärtstrendkanal nach unten heraus. Andererseits durchbrach der SMI in der folgenden Abwärtsbewegung zugleich noch die 20-Tage- sowie die 200-Tage-Durchschnittslinie. Es sind aus charttechnischer Sicht Hinweise dafür, dass die Aufwärtsbewegung des Schweizer Aktienkursbarometers zumindest fürs Erste beendet ist.
Auch im MACD- und noch mehr im Stochastik-Indikator spiegelt sich die kurzfristige Trendumkehr wider, wobei letzterer durch das erneute Kreuzen der beiden Indikatorenlinien bereits wieder eine Gegenbewegung signalisiert. Mit Blick auf die Handelsvolumina in den vergangenen Wochen zeigt sich, dass der jüngste Aufschwung an der Börse auf recht dünnen Beinen steht – je höher der SMI stieg, desto kleiner wurden die Volumina. Ein Grossteil dieses Rückgangs ist zwar auf die Ferienzeit zurückzuführen. Jedoch ist der Rückgang derart signifikant, dass es auch ein Hinweis darauf ist, dass sich zahlreiche Investoren derzeit mit Engagements in Aktien zurückhalten bis sich die vielen wirtschaftlichen und politischen Nebelfelder lichten.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Wir erwarten, dass das internationale Notenbanktreffen in Jackson Hole zum Ende der Woche neue Impulse an den Märkten liefern könnte. Dabei warten die Anleger vor allem auf die US-Notenbankchefin Janet Yellen, die am Freitag ihre Rede halten wird. Sollte sie Hinweise auf eine bevorstehende Zinserhöhung liefern – wovon wir nicht ausgehen – könnte dies den kurzfristigen Abgabedruck erhöhen und den SMI wieder bis auf 8‘000 Zähler drücken. Wir erwarten, dass sich Yellen äusserst vorsichtig gibt und keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung liefert. Dies könnte an den Märkten neuen Schwung freisetzen. Mittel- bis langfristig erscheinen uns Schweizer Aktien in einem zunehmend helleren Licht. Sofern bis Ende des Jahres Hiobsbotschaften ausbleiben, könnte der SMI noch bis in den Bereich um 8‘400 Zähler vorstossen.
Konklusion:
Das charttechnische Bild des Swiss Market Index hat sich in der Berichtswoche eingetrübt. Das Treffen der internationalen Notenbanker könnte jedoch neue Aufwärtsimpulse liefern.