+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - S&P500

Kriegsgeplänkel belastet die Stimmung nur kurzfristig
Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und Nordkorea hat die insgesamt gute Stimmung an der amerikanischen Börse nur kurzfristig gedrückt. Zwar sackte der marktbreite S&P500 in Folge der „Wut und Feuer“-Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump kurzfristig ab und brach aus dem Aufwärtstrend nach unten hin aus. Nachdem sich die geopolitische Lage über das zurückliegende Wochenende zumindest nicht weiter verschärfte, schöpften die Börsianer neuen Mut und sorgten zu Beginn der Handelswoche für eine kräftige Gegenbewegung.
Sowohl der Stochastik- als auch der MACD-Indikator verzeichneten in Folge der politischen Eskalation markante Verkaufssignale, die aus unserer Sicht jedoch nicht nachhaltig sind. Beide Indikatoren deuten bereits wieder eine Trendumkehr an, die in der Ausbildung neuer Kaufsignale gipfeln sollte. Insgesamt zeichnet die Entwicklung am amerikanischen Aktienmarkt ein charttechnisch stabiles Bild. Der S&P500 sollte sich kurz- bis mittelfristig in dem Anfang April ausgebildeten Aufwärtstrend bewegen und die Marke von 2‘500-Zählern in den kommenden Wochen ins Visier nehmen.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Kurzfristig spricht die Charttechnik – trotz des kleineren Einbruchs zu Beginn der Berichtsperiode – für weiter steigende Aktienkurse. Das Kursziel von 2‘500 Punkten sollte der marktbreite S&P500 in den kommenden Wochen erreichen. Mittel- bis langfristig rechnen wir mit Blick auf die amerikanischen Aktienmärkte jedoch mit einer Underperformance gegenüber den Aktienmärkten in Europa. Erstens befindet sich der amerikanische Konjunkturzyklus in einem sehr reifen Zustand und dürfte in den kommenden Monaten deutlich an Dynamik einbüssen. Zweitens befindet sich das Fed in einer Zwickmühle. Hält sie an ihrem Leitzinserhöhungszyklus fest, droht sie den sich abschwächenden Aufschwung weiter abzuwürgen. Unterbricht sie aber den Erhöhungszyklus, dürfte dies die Konjunktursorgen befeuern. Drittens wird Präsident Trump zu einer zunehmenden Belastung. Aussenpolitisch isoliert er die wichtigste Weltwirtschaft, innenpolitisch spaltet er das Land und seine vollmundig angekündigten Pläne sind je länger, je mehr unerreichbar.
Konklusion:
Wir halten an unserer negativen Sicht auf den amerikanischen Aktienmarkt fest. Anleger sollten Aktien aus der Euro-Zone und der Schweiz vorziehen.