+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Marktkommentar - S&P500

Greifen Trumps Massnahmen, scheint seine Wiederwahl sicher
Die drohenden wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus und der Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland haben auch die amerikanischen Aktienmärkte zu Beginn der laufenden Handelswoche in ihren Grundfesten erschüttert. Am „Black Monday“ verlor der Dow Jones Index mehr als 2‘000 Punkte oder 7.8%. Auch der breiter gefasste S&P500 und der Technologieindex Nasdaq verzeichneten enorme Tagesverluste von mehr als 7%. Im S&P500 wurden die Kursgewinne seit Anfang Juni 2019 – dem Ausgangspunkt der vergangenen Rallye – binnen gut drei Handelswochen komplett ausgelöscht. Nicht wenige Marktteilnehmer mutmassen, dass die mehr als zehnjährige Börsenparty nun mit einem lauten Knall enden wird – und danach: Stille! Auch wenn es im Moment schwerfällt Optimismus zu verbreiten, wollen wir nicht in das Narrativ der Crash-Propheten verfallen, was angesichts der dramatischen Entwicklung rund um den Globus sicher der einfachere Weg wäre. Einerseits sind wir überzeugt, dass US-Präsident Donald Trump die Chance nutzen wird, um sich als Anführer der wichtigsten Nation der Welt zu profilieren. Es ist für ihn die einmalige Chance, seine Wiederwahl im November 2020 praktisch schon in trockene Tücher zu wickeln. Gelingt es ihm die Lage an den Märkten zu beruhigen und die Wirtschaft dank seiner Massnahmen zu stabilisieren, wäre dies der grösste Trumpf, den man sich als Präsidentschaftskandidat wünschen könnte. Andererseits erwarten wir, dass die amerikanische Notenbank nach der überraschenden Leitzinssenkung in der vorangegangenen Woche nochmals nachlegt. Angesichts der drohenden globalen Rezession dürfte das Fed von ihrer Zurückhaltung Abstand nehmen und klare Signale setzen. Ein weiterer Zinsschritt um 50 Basispunkte, vielleicht sogar 75 Basispunkte, scheint nicht ausgeschlossen. Auch die Wiederaufnahme des Wertpapierkaufprogramms durch die Notenbank erscheint nicht ausgeschlossen. Selbst die Diskussionen über das sog. Helikoptergeld dürften in den kommenden Wochen wieder aufflammen. Im Moment halten wir uns strikt an unsere enggefasste Stop-Loss-Strategie – ohne jegliche Emotion. Zugleich halten wir gegenwärtig unser Pulver trocken, um im Fall einer sich abzeichnenden Gegenbewegung „all in“ gehen zu können.

Konklusion:
Verlustbegrenzung ist gegenwärtig die oberste Devise. Panik ist aber fehl am Platz. Halten Sie an Ihrer Strategie fest! Neu-Investments drängen sich gegenwärtig aber noch nicht auf!