
Markt zeigt deutliche Anzeichen einer Überhitzung
In der verkürzten Berichtswoche – der amerikanische Aktienmarkt blieb am Montag, 20. Januar, wegen des Martin Luther King Day geschlossen – hat der S&P500 seine Aufwärtsbewegung unverändert fortgesetzt und fast täglich neue Rekordhöhen erreicht. Zuletzt schoss der Index sogar über das obere Bollinger Band hinaus, was eine kurzfristige, kleinere Korrektur wahrscheinlich erscheinen lässt. Auch der Relative Stärke Index mahnt mittlerweile zu erhöhter Vorsicht. Denn der RSI ist zwischenzeitlich auf deutlich über 70 Punkte gestiegen, womit der amerikanische Aktienmarkt deutliche Anzeichen einer überkauften Marktsituation aufweist. Im Zuge der nunmehr gut viermonatigen Rallye hat der S&P500 inzwischen mehr als 12% zugelegt – das war vielleicht etwas zu viel in zu kurzer Zeit. Bereits eine Korrektur auf die untere Begrenzung des engen Aufwärtstrendkanals könnte die Situation deutlich entspannen und reichlich heisse Luft aus dem Markt ablassen. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass uns die jüngste starke Rallye mittlerweile auch leicht beunruhigt. Zwar könnte der Markt noch weiter zulegen. Wir würden dies jedoch eher als spekulative Übertreibung interpretieren – sozusagen der Gipfelsturm vor dem Abstieg.
Unsere Marktprognose
Wir sehen am US-Aktienmarkt deutliche Anzeichen einer spekulativen Überhitzung. Eine Korrektur erscheint uns mittlerweile mehr als überfällig, um heisse Luft aus dem Markt abzulassen. Entsprechend rückt unseres Erachtens die Zeit für verstärkte Gewinnmitnahmen nun deutlich näher. Noch lassen wir diese zwar unverändert laufen. Zumal wir davon ausgehen, dass die laufende Q4-Berichtssaison neuerliche Kauf-Impulse aussendet. Sollte sich ein nachhaltiger Stimmungsumschwung abzeichnen, werden wir schnell und rigoros die Kursgewinne versilbern.
Konklusion:
Wir sehen am US-Aktienmarkt mittlerweile deutliche Anzeichen einer Überhitzung. Entsprechend rückt die Zeit für breitangelegte Gewinnmitnahmen näher.