
Rekordhatz erreicht ein kurzfristig kritisches Niveau
Höher, schneller und weiter, hiess es an den vergangenen Handelstagen an der Börse in New York. Der „Phase 1“-Trade Deal zwischen den USA und China, das Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada und positive Konjunktursignale haben der US-Börse kurz vor dem Jahreswechsel nochmals kräftig Schwung gegeben. Allerdings scheint uns mittlerweile eine kurzfristige Korrektur dringend notwendig, um etwas heisse Luft aus dem Markt zu nehmen. Hierfür sprechen gleich zwei charttechnische Aspekte: 1. Der S&P Index sprang jüngst über das obere Bollinger Band, was gemäss Lehrbuch eine kurzfristige Gegenbewegung sehr wahrscheinlich macht. 2. Der Relative-Stärke-Index RSI ist zuletzt bis auf gut 72 Punkte angestiegen und befindet sich damit bereits im „überkauften“ Bereich (ab 70 und mehr Zähler) – auch dies signalisiert, dass der Markt gegenwärtig überhitzt ist und eine Zwischenkorrektur zunehmend wahrscheinlich wird. Auch wenn wir mittlerweile eine ansteigende Sorglosigkeit unter amerikanischen Anlegern registrieren, von Euphorie ist derzeit noch nichts zu spüren.
Unsere Marktprognosen
Das charttechnische Bild des marktbreiten S&P500-Index mahnt zur Vorsicht. In den noch verbleibenden Handelstagen 2019 könnte der Markt eine kurzfristige Konsolidierung einleiten. Vor allem der Bruch des oberen Bollinger Bandes und der RSI deuten dies an. Investierte Anleger sollten sich dadurch aber nicht verunsichern lassen. Der US-Aktienmarkt bleibt auch 2020 unser Favorit. Zwar gehen wir nicht davon aus, dass US-Aktien die Rallye des Jahres 2019 fortsetzen können. Aber ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich erscheint uns möglich. Vor diesem Hintergrund eröffnen kurzfristige Rückschläge die Möglichkeit, um auf tieferen Niveaus in den Markt einzusteigen. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass die Visibilität gering ist. Neben den bestehenden Unsicherheitsfaktoren gesellt sich im kommenden Jahr noch der Präsidentschaftswahlkampf.
Konklusion:
Kurzfristig könnten die Aktienkurse in New York in die Knie gehen. Darauf deuten zumindest einige charttechnische Faktoren hin. Lassen Sie sich davon aber nicht verunsichern!