+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - S&P500

Anleger wetten auf deutlich gelockerte Geldpolitik
Die noch vor gut zwei Handelswochen drohende Sommerflaute hat der marktbreite amerikanische Aktienmarkt fürs Erste abwenden können. Der S&P500-Index hat die Mini-Korrektur zu Beginn des Monats Juli mittlerweile wieder hinter sich gelassen und notierte jüngst erneut auf einem Rekordhoch. Aus technischer Sicht scheint der Markt nun aber auf kurze Sicht ausgereizt zu sein. Einerseits bewegt sich der Index bereits in der Nähe des oberen Bollinger Bandes, was weitere kräftige Aufwärtsbewegungen tendenziell unwahrscheinlich erscheinen lässt. Andererseits erhöht diese Nähe die Wahrscheinlichkeit markanter Rückschläge. Bedenklich erscheint uns zudem die markante Verengung des Bollinger Bandes an sich. Solche Verengungen markierten sowohl im April diesen sowie im September vergangenen Jahres den Beginn ausgeprägter Korrekturphasen. Anleger sollten sich dessen bewusst sein. Die Handelsvolumina waren in den vergangenen Tagen zudem zeitweise sehr dünn, womit die jüngste Aufwärtsbewegung auf einem fragilen Fundament steht. Wir werten diese Entwicklung als Zeichen, dass auch amerikanische Anleger angesichts der Vielzahl an Belastungsfaktoren zunehmend verunsichert sind und lieber an der Seitenauslinie verharren.

Unsere Marktprognose
Auf kurze bis mittlere Sicht wird entscheidend sein, ob die amerikanische Notenbank die Marktteilnehmer überzeugt. Das Fed wird nach Redaktionsschluss am 31. Juli über ihr weiteres geldpolitisches Vorgehen informieren. Eine Zinssenkung sowie die Aussicht auf zweite Zinssenkungsschritte in den kommenden Monaten sind bereits eingepreist. Entsprechend muss Fed-Chef Jerome Powell nun liefern – wovon wir ausgehen. Grundsätzlich sollten investierte Anleger an ihren Positionen aus dem US-Dollar-Raum festhalten. Die wieder lockerere Geldpolitik sollte die Aktienkurse auf mittelfristige Sicht stützen – wobei kurzfristige Kursrücksetzer nicht ausgeschlossen werden können.

Konklusion:
Bisher verläuft die Q2-Berichtssaison in den USA gut – was aber vor allem an den niedrigen Erwartungen liegt. Die treibende Kraft am Markt bleibt die amerikanische Notenbank.