+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - S&P500

Der seit Anfang Oktober laufende Ausverkauf an den US-Börsen hat sich in der zurückliegenden Berichtswoche nicht nur fortgesetzt, sondern sogar nochmals beschleunigt. Auf Jahressicht hat der marktbreite S&P500 mittlerweile mehr als 4% verloren. Gemessen am Allzeithoch, welches der Index Ende September markierte, summieren sich die Verluste auf mehr als 13%. Angesichts dieser ausgeprägten Talfahrt sprechen die ersten Marktteilnehmer von einem „Salami-Crash“ und einem sich formierenden „Bärenmarkt“ – also eine Phase stetig sinkender Aktienkurse. Aus charttechnischer Sicht scheint sich diese pessimistische Sicht zu bewahrheiten. Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator haben ihre jüngst ausgebildeten Verkaufssignale in der zurückliegenden Berichtswoche nicht nur bestätigt, sondern sogar noch kräftiger ausgebildet. Allerdings gibt es durchaus Anzeichen dafür, dass der Markt zumindest kurzfristig wieder etwas Boden gutmachen kann. Der Index rutschte durch den Ausverkauf in den letzten Tagen aus dem Bollinger Band heraus, was eine leichte Erholung auf kurze Sicht wahrscheinlich macht. Zugleich hat sich der Relative Stärke Index sehr nahe an den überverkauften Bereich bei 30 und weniger Punkten genähert, womit einerseits das weitere Abwärtspotenzial beschränkt und andererseits eine technische Gegenbewegung wahrscheinlich erscheint.

Unsere Marktprognosen
Die amerikanische Notenbank Fed könnte mit dem Hinweis auf eine neutralere Geldpolitik im kommenden Jahr zumindest eine kurzfristige Beruhigung an den Märkten bewirken. Der Handlungsdruck auf das Fed wird diesbezüglich zunehmend grösser. Denn die jüngst publizierten Konjunktur- und Wirtschaftsdaten deuten eine spürbare Abkühlung der US-Wirtschaft an. Die handelsfeindliche Politik in Washington wird nun auch für die US-Wirtschaft eine Belastung. Angesichts der Unsicherheiten gehen wir mit angezogener Handbremse in die Weihnachtsferien: Die Stop-Loss-Limiten auf bestehenden Positionen ziehen wir eng nach (5% bis 7%). Darüber hinaus werden wir das tradingfreundliche Umfeld nutzen, um von kurzfristigen Trends an den Börsen zu profitieren.

Konklusion:
Die US-Börsen steuern auf einen Bärenmarkt zu. Wir werden das tradingfreundliche Umfeld für kurzfristige, spekulative Investments nutzen.