
Anleger sollten gut gelaufene Positionen auflösen
Im marktbreiten amerikanischen Aktienindex war in der zurückliegenden Berichtswoche kaum Bewegung drin. Der S&P500 bewegte sich in einem engen Band zwischen 2‘169 und 2‘180 Zählern. Auch die vergleichsweise schwachen Arbeitsmarktdaten, die eine Zinserhöhung durch die amerikanischen Notenbank Fed bereits im September höchst unwahrscheinlich machen, konnten dem Markt keinen nachhaltigen Schwung geben. Wir gehen davon aus, dass die amerikanische Notenbank frühestens im Dezember den Leitzins um 25 Basispunkte anheben wird. Auch punkto Handelsvolumen war in der vergangenen Woche kaum Bewegung zu beobachten. Dies spricht dafür, dass sich die meisten Anleger bereits für das letzte Jahresdrittel in Stellung gebracht haben und nun der Dinge harren, die da noch kommen. Die Ruhephase an den Märkten spiegelt sich auch im MACD- sowie im Stochastik-Indikator wider. Beide Masszahlen konnten keinerlei Signale für den Kauf oder Verkauf von Aktien ausbilden.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Wir erwarten kurzfristig für die amerikanischen Aktienmärkte keine Änderung der Grosswetterlage. Der S&P500 dürfte sich in den kommenden Tagen weiter in einem vergleichsweise engen Band bewegen, welches durch einen starken Widerstand im Bereich um 2‘200 und einer starken Unterstützung im Bereich um 2‘150 Punkten flankiert wird. Mittel- bis langfristig überwiegen unseres Erachtens mittlerweile die Risiken die Renditeaussichten. Auf dem aktuellen Niveau erscheinen uns amerikanische Aktien angesichts der nach wie vor eher mauen Konjunkturaussichten deutlich überbewertet. Ein Zinsschritt der Fed im November/Dezember wäre aus unserer Sicht ein positives Zeichen. Signalisiert es doch, dass die amerikanische Wirtschaft auf einem guten Weg wäre. Dies würde auch eine bessere Beurteilung des Marktes erlauben.
Konklusion:
Wir empfehlen, amerikanische Aktien neutral zu gewichten und gut gelaufene Positionen aufzulösen. Die Luft für weitere signifikante Kursgewinne ist unseres Erachtens zu dünn.