
Der marktbreite amerikanische Aktienindex S&P500 konnte in der zurückliegenden Berichtswoche zwar die charttechnisch wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie nach oben hin durchbrechen. Allerdings konnte der Index die Aufwärtsbewegung in der Folge nicht bestätigen und sackte zum Auftakt der aktuellen Handelswoche wieder deutlich unter diese wichtige Marke. Das Kaufsignal, welches der Sprung über die 200-Tage-Linie gemäss Theorie eigentlich darstellt, hat sich Stand heute als Fehlsignal herausgestellt. Die jüngsten Abgaben am amerikanischen Aktienmarkt haben auch im vollständigen Stochastik-Indikator Spuren hinterlassen, der zuletzt ein kurzfristiges Verkaufssignal ausbildete. Auch beim MACD-Indikator deutet sich eine erneute Trendumkehr an, wobei dieses Signal noch nicht vollständig ausgebildet wurde. Nach der ansprechenden Performance in den ersten Handelstagen im November scheinen nun vermehrt Gewinnmitnahmen einzusetzen, die den Index in den kommenden Tagen nochmals in Richtung der Supportzone im Bereich um 2‘700 Punkte drücken könnten. Dort sollten die Bullen genügend Kraft gesammelt haben, um die Abwärtsbewegung zu stoppen und erneut eine Trendumkehr einzuleiten.
Unsere Marktprognosen
Wegweisende Handelssignale dürften in den kommenden Tagen eher Mangelware sein, womit die Verunsicherung der Marktteilnehmer anhalten dürfte. Die Diskussionen über eine restriktivere Geldpolitik aufgrund einer erwarteten Inflationsbeschleunigung durch die amerikanische Notenbank dürften bis zur Dezember-Sitzung des Fed anhalten und immer wieder für Unruhe sorgen. Essentiell bleiben auch die Unsicherheiten, die der US-Handelsstreit mit China verursacht. Wir hoffen, dass die USA und China am kommenden G20-Gipfel deutliche Entspannungssignale aussenden, was die Initialzündung für einen versöhnlichen Jahresabschluss an den Börsen sein dürfte.
Konklusion:
Die Stimmung an den US-Börsen bleibt nach dem Gewitter im Oktober angeschlagen. Vor allem die Zinspolitik der Fed und der Handelsstreit sorgen weiter für Unsicherheit.