Der marktbreite amerikanische S&P500-Index hat in der zurückliegenden Berichtswoche ernsthafte Schwächesignale ausgesendet. Derzeit droht der Index erstmals seit Ende Juni dieses Jahres die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals zu brechen. Ein Bruch dieser Marke würde zugleich ein weiteres kurzfristiges Signal auslösen. Denn aktuell liegen die untere Trendbegrenzung und die 20-Tage-Durchschnittslinie auf dem gleichen Niveau. Ein Bruch könnte somit den kurzfristigen Abwärtsdruck verstärken. In der Folge dürfte der Index zunächst auf den Support bei 2‘861 Punkten absinken, wo die Marktbullen den Abwärtstrend versuchen, die Abwärtsbewegung aufzuhalten. Sollte jedoch auch diese Marke brechen, erscheint es wahrscheinlich, dass der S&P500 in der Folge schnell bis auf den darunterliegenden Support bei 2‘820 Zählern absinkt. Sowohl der MACD- als auch der Stochastik-Indikator, die jüngst negative Signale ausbildeten, sprechen für eine kleine Korrektur am amerikanischen Aktienmarkt. Allerdings gibt es auch die berechtigte Hoffnung, dass sich die Lage nach den jüngsten Kursverlusten bereits wieder aufhellt. Einerseits testete der Index in den zurückliegenden drei Monaten bereits zweimal diese untere Trendkanal-Begrenzung. Es war jeweils der Auftakt zu einer stärkeren Aufwärtsbewegung. Ein Szenario, das auch aktuell eintreten könnte. Zum anderen ist der grosse Verkaufsdruck nach den jüngsten Kursverlusten bereits entwichen, wie ein Blick auf den Relative-Stärke-Index zeigt. Lag dieser auf dem vor gut zwei Wochen erreichten Höhepunkt noch im überkauften Bereich, hat er sich in den vergangenen Tagen deutlich zurückgebildet.
Unsere Marktprognose
Anleger sollten sich von der kurzfristigen Stimmungseintrübung in den USA nicht verunsichern lassen. Es stelt eine kleinere Verschnaufpause nach der starken Kursbewegung seit Anfang April dieses Jahres dar. Vor allem der Blick auf die US-Konjunktur und die gute Stimmung der Unternehmen und Haushalte stimmt uns zuversichtlich, dass sich die Rallye – angetrieben von einem robusten Wirtschaftswachstum – fortsetzen wird. Entsprechend haben wir unser kurz- bis mittelfristiges Rating für den amerikanischen Aktienmarkt von „neutral“ auf „übergewichten“ geändert.
Konklusion:
Anleger sollten sich von den gegenwärtigen kleineren Korrekturbewegungen in den USA nicht beunruhigen lassen. Die Konjunktur ist robust und Unternehmen und Konsumenten sind in sehr guter Stimmung.