+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Technische Analyse - SMI

Dem SMI fehlt der Schwung, um auszubrechen
Die Deeskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat auch dem Schweizer Leitindex zur Mitte der zurückliegenden Berichtswoche neuen Schwung gegeben. Das Plus fiel im Vergleich zu anderen europäischen Aktienindizes jedoch eher verhalten aus, was wir einerseits darauf zurückführen, dass der SMI sein Aufwärtspotenzial fast vollständig ausgereizt hat und andererseits sich die steigende Risikolust der Anleger in renditeträchtigeren Märkten widerspiegelt.
Nach wie vor gelingt es dem Index derzeit nicht, den seit gut einem halben Jahr bestehenden Seitwärtstrendkanal zwischen 9‘500 Punkten am unteren und 10‘150 Zählern am oberen Ende zu verlassen. Dass sowohl der MCAD- als auch der Stochastik-Indikator zuletzt neue Kaufsignale ausbildeten, würden wir angesichts der gegenwärtigen Enge des Marktes nicht überbewerten. Bemerkenswert war die Entwicklung der Handelsvolumina in den vergangenen Tagen. Diese gingen seit Anfang Oktober kontinuierlich zurück – selbst die Annäherungen der USA und China im Handelskonflikt als auch die keimende Hoffnung auf einen geordneten Brexit konnten die Anleger nicht animieren. Wir sehen darin einen Hinweis, dass sich die meisten Anleger im Vorfeld der Quartalszahlen weiter in Deckung begeben haben. Harte Fakten zählen anscheinend derzeit mehr als die vage Hoffnung auf eine Besserung.
Unsere Prognosen
Wir halten als unserer bisherigen Sichtweise auf den Schweizer Aktienmarkt unverändert fest. In der Summe erscheint uns der Markt bei Indexständen um 10‘000 Punkten mehr oder weniger ausgereizt, womit sich breit angelegte Neu-Investments nicht aufdrängen. Aktuell sehen wir mit Blick auf unser Exposure im Schweizer Standardwerte-Depot daher auch keinen erhöhten Handlungsbedarf. Wir warten gespannt auf die kommende Berichtssaison zum dritten Quartal 2019.

Konklusion:
Eine starke Q3-Berichtssaison könnte dem SMI den nötigen Schwung verleihen, um den Seitwärtstrendkanal zu verlassen. Gegenwärtig stehen die Chancen dafür aber eher schlecht!