
SMI markierte intraday ein neues Allzeithoch
Angetrieben von einer deutlichen Stimmungsaufhellung an den europäischen und amerikanischen Börsen hat auch der Swiss Market Index in der zurückliegenden Berichtswoche zu einem überraschenden Sprung nach oben angesetzt. Zwischenzeitlich notierte der Schweizer Leitindex zum Wochenauftakt bei 10‘109 Zählern und markierte damit ein neues Allzeithoch. Allerdings konnte der SMI dieses Rekordniveau nicht halten und fiel kurzfristig wieder unter das bisherige Allzeithoch. Sollte die gute Stimmung an den Börsen Bestand haben, so sollte es dem Index gelingen, den Widerstand bei 10‘090 Punkten nachhaltig zu überspringen, was neues Aufwärtspotenzial eröffnen würde. Ein Anstieg bis auf 10‘200 Zähler scheint in einem solchen Szenario wahrscheinlich, wobei wir einschränkend erwähnen müssen, dass aufgrund fehlender Vergleichswerte eine Prognose mit reichlich Unsicherheiten behaftet ist. Positiv werten wir derzeit, dass weder der MACD- noch der Stochastik-Indikator einen grundlegenden Stimmungswechsel signalisieren. Auch der Relative Stärke Index bewegt sich mit 63 Punkten auf einem leicht erhöhten Niveau. Dieses bietet aber zugleich noch keinen Grund zur Besorgnis. Erst oberhalb der Marke von 70 Zählern wird von einer überkauften Marktsituation und einer steigenden Korrekturwahrscheinlichkeit gesprochen.
Unsere Marktprognosen
Der deutliche Kursauftrieb an der Schweizer Börse hat uns positiv überrascht. Dennoch halten wir uns mit Neu-Investments derzeit zurück. Uns erscheinen Schweizer Aktien in der Breite mittlerweile sehr teuer. Zwar bieten einzelne Aktien noch ein gewisses Mass an Kursfantasie. Grundsätzlich erscheint uns der Markt aber ausgereizt. Wir haben in den zurückliegenden Wochen unseren Anlagefokus bereits in Richtung Eurozone und die USA verlegt – wir erwarten, dass beide Anlageregionen derzeit die attraktiveren Bedingungen bieten.
Konklusion:
Schweizer Aktien erscheinen uns teuer und damit ausgereizt. Zwar orten wir vereinzelt noch attraktive Titel, unseren Anlagefokus verlagern wir aber weiter in Richtung Eurozone und USA!